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Kapitel 01
 
Weihnachten 2011 sah Jess nach einem Ponyfohlen und fand die Lakota Indianerin Leotie, die es sich mit ihrem Baby im Stall bequem gemacht hat. Sie musste sich allein durchschlagen, da ihr Stamm weitergezogen war und suchte schließlich Zuflucht auf der Tumbleweedranch.
 
 
Inzwischen ist es Frühjahr geworden und Leotie ist wieder zurück zu ihrem Stamm, der wieder in erreichbarer Nähe zur TWR lagert. Ihr Mann, der Häuptling war glücklich, dass Leotie so gut durch den Winter gekommen ist und die beiden wollten sich bei Jess bedanken. Sie suchten eines ihrer schönsten Indian Horses aus. Bislang lebte Wakinyan auf amerikanisch Thunder unbeschwert unter den anderen Indian Horses.
 
 
Hier beim Kräfte messen unter Junghengsten.

Leotie gab ihren Kleinen, der inzwischen fast vier Monate alt war, bei Großmutter und Tanten ab und machte sich mit Wakinyan auf den Weg zur TWR.

 
 
 
Ein wunderschönter Buckskin Overo Pinto!

Sie band ihn an einen Zaun der TWR sagte Jess, dass er Wakinyan heißt, murmelte etwas von Kola - Freund was Jess nicht wirklich verstand. So viel Lakota spricht er nicht. Er wusste nur, dass er das Geschenk nicht ablehnen durfte obwohl er Leotie natürlich nicht um eine Gegenleistung zu bekommen aufgenommen hatte. Es wäre ein grober Fehler gewesen ein Geschenk der Indianer abzulehnen und das wusste er. Also bedankte er sich und Leotie ritt zu ihrem Stamm zurück.

Jess wusste nicht was er von einem Indian Horse halten sollte, sie sollenn gutmütig sein und alles für ihren Herrn tun. Aber kann man etwas damit anfangen, wenn man doch eigentlich

Westernpferde Quarter, Appaloosas und Painthorses züchtet? Eingeritten war Wakinyan auch nicht. Jess wusste, dass die Indian Horses immer Kontakt zu den Indianern haben und er machte es auf seine Art. Er bricht ein Pferd nicht sondern gewöhnt es langsam an sein Gewicht.

 
 
lmmer wieder rauf und hinten wieder langsam runterlassen. Das Spielchen ging einige Tage. Jess grinste schon und meinte, er heißt Thunder, weil er einen immer wieder runterdonnert.

Es wäre aber nicht Jess. Er blieb hartnäckig und irgendwann hörte Wakinyan auf mit den Sperenzien und akzeptierte Jess auf seinem Rücken.

 
 
Es war so schönes Wetter und Jess merkte gar nicht, weil er die schöne Art der Fortbewegung auf Wakinyan genießen konnte, wie er sich immer weiter und weiter von der TWR entfernte - in ein Gebiet, dass schon fast zur T-Bone Ranch gehörte, die Rinder in großem Stil züchten. Er kam an Skeletten von Kälbern und Rindern vorbei und wurde stutzig.

Inzwischen hatte man auf der TWR gemerkt, dass Jess fehlte was gar nicht seine Art war, wenn er noch Termine hatte. Die hielt er immer peinlich genau ein. Diesmal sollte das Training der Junior Reiter stattfinden, die nun ohne seine Anweisungen anfingen.

 
 
Opa Frank, sein Vater, machte sich inzwischen Sorgen. Er kannte seinen Sohn genau. Er meldete sich immer ab falls er in den Saloon zum Pokern wollte, sein heimliches Laster, oder auf die Jagd. Er sah im Waffenschrank nach, aber das Gewehr von Jess stand an seinem angestammten Platz. Emily war auch auf der Ranch. Die Retrieverhündin war sonst immer bei ihm. Jess hatte sie auf der TWR gelassen, weil er nicht wusste, wie Wakinyan auf Hundebegleitung reaglert. Er wollte den jungen Hengst nicht überfordern.

Da Opa Franks alte Knochen nicht mehr so wollen, nahm er das Cart und machte sich auf die Suche. Emily nahm er mit.

 
 
Zuerst hatten die Hunde auch die Spur von Jess, aber ab da wo sich Wakinyan nicht mehr gegen den Reiter wehrte, verlor sie sich. Opa Frank hatte kein gutes Gefühl und er sollte Recht behalten.

Wakinyan war voll und ganz Indian Horse und sehr aufmerksam in der Natur. Er wurde unruhig und scheute.

 
 
Da war die Ursache für die Skelette, die Jess gesehen hatte - ein riesiger Berglöwe.
 
 
Es kam wie es kommen musste, Jess konnte sich nicht mehr halten und stürzte schwer. Er blieb bewusslos liegen.
 
 
Immer und immer wieder trommelten Wakinyans harte Hufe auf den Berglöwen. Er verteidigte Jess, der sich nicht rühren konnte.
 
 
Langsam kam Jess wieder zu sich. Ihm taten alle Knochen weg und er konnte sich nicht wirklich rühren. Verdammt murmelte er, das Gewehr liegt gut zu Hause im Schrank.

Mit seinem Jagdmesser, das er immer bei sich hatte, kann man gegen einen Puma nichts ausrichten.

Wakinyan leistete jedoch ganze Arbeit und verscheuchte den Puma. Er rettete damit das Leben von Jess, der langsam wieder klarer wurde und überlegte, dass ihn hier wohl keiner so schnell finden würde. Er hatte keine Lust hier die im Frühjahr noch sehr kalte Nacht zu verbringen. Ihm tat der Kopf weh und er fühlte sich miserabel. Also zog er sich auf Wakinyan hoch, der sich sogar kleiner machte, damit Jess aufsteigen konnte.

 
 
 
So konnten die Beiden doch langsam wieder in Richtung TWR nach Hause, wo man schon einen Suchtrupp aufstellen wollte.

Opa Frank meinte nur - Junge, was machst du bloß für Sachen! Die nächste Zeit kannst du meinen Schaukelstuhl benutzen. Der Doc stellte einige angebrochene Rippen fest und eine Kopfwunde, da Jess Dickkopf einen Stein unglücklich getroffen hatte, daher die Ohnmacht nach dem Sturz.

Wakinyan bekam eine riese Portion Möhren zur Belohnung und Jess lässt sich von den Damen der Ranch verwöhnen bis er wieder auf den Pferderücken darf. Die nächsten Turniere fallen damit für ihn aus.