<- Kapitel 119
 
Kapitel 120
 
Die wenigen Tage bis Ostern verfliegen mit der üblichen Rancharbeit. Die jungen Kaninchen sind auf die Welt gekommen und Yukon Jack bestaunt sie.
 
 
Auch der Pferdenachwuchs hat keine Berührungsängste mit den freilaufenden Kaninchen.
 
 
Jess wird das Ganze aber zu bunt und so sperrt er die Kaninchen ein. Die alte Suzie guckt sie interessiert an.
 
 
Am späten Vormittag hat Jess noch etwas in Laramie zu erledigen. Dabei bringt er es nicht fertig den Saloon auszulassen und so kommt er etwas angeheitert mit ein paar guten Flaschen im Gepäck auf der alten Rosie zurück.
 
 
Laura empfängt Jess ganz aufgeregt.
Jess, Raylan ist weg. Wir haben ihn schon überall im Haus gesucht. Er ist nicht zu finden.

Jess guckt Laura etwas verständnislos an und muss erst einmal aufstossen.
Sorry, das war das Bier! Wie Raylan ist weg? Ein kleiner Junge kann doch nicht einfach verschwinden. Wenn ihr im Haus gesucht habt, werde ich es draußen versuchen.

Jess hat die richtige Eingebung. Er kann gar nicht glauben was er sieht. Schlagartig ist er nüchtern und spricht in ganz ruhigem gleichmässigen Ton:
Ganz ruhig Big John, alles o.k., das ist nur unser kleiner Bullrider, immer schon cool bleiben.

 
 
Raylan hat tatsächlich Big John bei den Hörnern und zieht sich hoch.

Jess rennt hin und will Raylan nehmen.

 
 
Raylan, wie oft habe ich dir gesagt, nur wenn ich dabei bin? Big John ist kein Kletterbaum.

Laura und Frank sind inzwischen da und können gar nicht glauben was sie sehen. Jess grinst nur dazu.
Unser Kleiner packt die Welt eben bei den Hörnern. Ist ja alles gut gegangen, Big John ist sehr friedlich geworden. Glaub mir Dad, er ist sogar so friedlich, dass Laura ihn reiten kann, wetten?

Jess wettet nur wenn er weiß, dass er die Wette gewinnt.

Frank ist sehr skeptisch.
Du willst doch wohl nicht etwa deine Frau auf dieses Untier setzen?

Jess grinst:
Oh doch, warum nicht? Sweetheart, du vertraust mir doch! Ich ziehe jetzt unseren kleinen Bullrider an und dann reitest du eine Runde Laura.
Dad, wetten wir, Laura macht das, wir wetten um eine Flasche Jack Daniels, hat Sam gerade im Saloon neu bekommen. Das wäre der richtige Whisky zum Schlürfen für Ostern und du bezahlst ihn Dad.

Frank schüttelt seinen Kopf.
Nie und nimmer reitet Laura diesen verrückten Bullen. Ich bin schon heilfroh, dass Raylan nichts passiert ist.

Jess lacht.
Warten wirs ab!

Tatsächlich, es dauert nicht lange und Laura sitzt auf Big John. Es läuft so gut, dass Jess ihr den kleinen Raylan heraufreicht. Laura hält mit einer Hand die Zügel und mit dem anderen Arm hält sie den Kleinen, der vor Spaß jauchzt, ganz sicher.

 
 
Jess grinst über sein ganzes Gesicht.
Siehst du Dad, habe ich nicht eine toughe Lady? Das ist mein Darling Companion. Laura, ich bin stolz auf dich, du bist eine echte Bullrider Lady und ich bin jetzt um eine Flasche Jack Daniels reicher.
 
 
Frank fallen die Augen aus dem Gesicht.
Ihr seid ja alle irre. Bullriding, nein danke! Ich fahre lieber das Cart.

Jess wird ganz eilig und holt Laddie.

 
 
Er spannt den neuen Shire für seinen Vater vors Cart und los geht die Fahrt.
 
 
 
Frank hat seine Hunde dabei.
 
 
Jess ruft seinem Vater hinterher:
Ich weiß auch schon wohin du fahren kannst! Laddie kennt den Stadtbetrieb. Viel Spaß im Saloon und vergiss nicht die Flasche Jack Daniels, verloren ist verloren Dad!
 
 
 
So bleibt Frank nichts anderes übrig als mit Laddie nach Laramie zu fahren und seine Wettschulden einzulösen in der Hoffnung, dass Jess ihm auch zu Ostern ein paar Drinks ausgibt.

Am nächsten Morgen ist Ostern gekommen. Jolene hat heimlich als Raylan noch geschlafen hat, alles in sein Zimmer gebracht.

 
 
Der Kleine guckt mit großen erstaunten Augen als er aufwacht und zieht sich am Bettgitter hoch.

Dann kommen Jess und Laura ins Zimmer und wünschen Frohe Ostern.

Jess lacht:
King, willst du wohl meine Chaps loslassen? Pfui ist das, das macht ein braver Hund nicht! Du bist ein Rüpel!

 
 
Laura muss lachen:
Genau wie dein großes und kleines Herrchen!

Jess nimmt Jolene an die Hand.
Du hast alles hierher gebracht zu Raylan? Ganz allein? Du bist eine ganz tolle große Schwester und hast einen kleinen Jungen ganz glücklich gemacht und deine kleine Schwester Loretta auch. Ich bin stolz auf meine Große.

 
 
So findet auf der Tumbleweed das Osterfest ganz entspannt statt.

Mit dieser Geschichte wünscht Euch allen Andrea und die Crew der Tumbleweedranch

FROHE OSTERN!