<- Kapitel 120
 
Kapitel 121
 
Ostern ist vorüber und es ist wieder Alltag auf der Tumbleweed. Früh am Morgen kommt die Landärztin Abby vorbei mit ihrem Joker, den sie Jess abgekauft hat. Sie ist sehr traurig und Jess sieht es ihr auch gleich an.
 
 
Joker hebt ein Vorderbein an. Jess sieht gleich, dass er lahm geht und fühlt, dass das Bein heiß ist.

Abby meint:
Ich habe ihn ein paar Tage im Mietstall stehen gelassen. Er ist über ein Loch von einem Präriehund gestrauchelt und ich bin runtergeflogen. Joker hat sich wieder aufgerappelt und ich war froh, dass nichts gebrochen war. Heute früh sah es gut aus, aber jetzt geht er nach dem Ritt hier raus schon wieder lahm. Was mache ich jetzt? Ich bin auf ein gutes ausdauerndes Pferd angewiesen bei meinen Überlandpatientenbesuchen.

Jess antwortet:
Hauptsache dir ist nichts passiert Abby! Ich habe leider schon einige Pferde durch Präriehundbauten verloren. Joker wird nie wieder ein ausdauernder Galopper sein. Lass ihn hier auf der Weide bei meinen Pferden! Du bekommst ein anderes Pferd von mir.

So kommt es, dass Abby von Jess die schöne Stute Tejas zum Ausprobieren bekommt.

Jess sagt:
Tejas ist der alte Name von Texas. Die Stute ist gut ausgebildet und ausdauernd, genau das Richtige für dich. In der Scheckung ist interessanterweise die Landkarte von Texas und auf der Stirn hat sie als Abzeichen den Lone Star. Texas wird auch der Lone Star Staat genannt. Das Wetter ist heute früh weniger schön und du hast auf mich gehört dir eine warme Jacke mit Kapuze zuzulegen. So aufgesessen Abby! Los gehts!

 
 
Das Lone Star Abzeichen auf der Stirn!
 
 
 
Die hübsche Stute läuft willig unter Abby die mit ihr sehr zufrieden ist.

Am späten Vormittag wird das Wetter besser und Jess macht mit Vormann Patrick einen Kontrollritt über die Weiden, er auf seinem Goldy und Patrick auf seinem King Of Hearts.

 
 
Sie sehen Patricks Dazzle Dance ausgelassen auf der Weide toben.
 
 
 
Jess gibt Patrick den Rat ihm noch ein Jahr ungebundenes freies Leben auf der Weide zu schenken.

Jess sieht nach seiner großen züchterischen Hoffnung Amardillo Rose.

 
 
 
Danach führt Jess seinen Neuerwerb Pecos Chief vor.
 
 
 
 
 
 
Patrick ist beeindruckt von dem wundervollen Kaltblüter und meint:
Der muss doch eine Unmenge Dollars gekostet haben.

Jess grinst:
Halb so wild! Ich konnte ihn von der Bakerfarm (im Klartext MPV, danke für den wunderschönen Burschen!) eintauschen. Der Boss suchte ein gutes Reitpferd für sich und so hat uns Silky Keno verlassen.

 
 
Übrigens habe ich die Dienste von Pecos Chief letztes Jahr in Anspruch genommen für unser Flowergirl. Er hat seine guten Zuchtqualitäten unter Beweis gestellt und ist der Vater der kleinen Bluebell.
 
 
Jess halftert Flowergirl und die kleine Bluebell guckt aufmerksam zu.

In etwas weiterer Entfernung steht der Hengst Strongman und guckt auf seinen neuen Konkurrenten.

 
 
 
Guck nicht so Dicker, wir haben schöne Stuten für euch beide! Ist das nicht ein schöner Anblick Patrick?
 
 
Den Stuten mit ihren Fohlen geht es gut auf den fetten Weiden der Tumbleweed. Jess guckt Patrick an und muss lachen:
Geht es dir auch so? Der Vormittag war lang. Ich habe einen Mordshunger, lass uns Mittagessen gehen!

Laura und Frank haben ein gutes Mittagessen gekocht und alle sitzen zusammen und essen. Laura hat den kleinen Raylan bereits gefüttert und in sein Bettchen für den Mittagsschlaf gelegt. Plötzlich hören sie es bei den Küchenschränken nur noch scheppern.

Laura schimpft:
Raylan, du solltest doch schlafen und nicht unsere Küchenschränke ausräumen. Man darf dich keine Sekunde aus den Augen lassen.

Jess lacht:
Nun lass ihn doch, ist ja nichts passiert, sind doch nur Töpfe. Wenn er doch nicht müde ist...

Laura schimpft:
Du verwöhnst ihn viel zu sehr und lässt ihm alles durchgehen.

Jess nimmt Laura in seine Arme.
Honey, räum einfach die Töpfe wieder ein und dann mach du ein kleines Mittagschläfchen. Du bist so gereizt. Den Kleinen nehme ich mit. Ich habe draußen noch einiges zu tun.

Laura murrt:
Na, dann hast du ja eine tolle Hilfe. Viel Spaß beim Vater-Sohn Nachmittag!

Jess schnappt sich seinen Sohn und geht auf die Weide zum alten Noddy, dem er einen Hut verpasst hat weil er die pralle Sonne nicht so gut verträgt.

 
 
Der Kleine zeigt immer auf Noddys Hut.
Hut haben, Hut!

Jess grinst:
Jetzt habe ich es verstanden. Noddy braucht seinen Hut, du kriegst meinen.

 
 
Nach einer Runde Reiten auf Noddy meint Jess:
Jetzt müssen wir aber noch etwas tun. Wir fahren Heu zu den Bullen. Das ist leicht, das kann Noddy ziehen. Ich lade nicht zuviel auf.
 
 
Raylan hat den kleinen King dabei und kreischt vor Vergnügen oben auf dem Heuwagen. Jess lobt Noddy, der brav still steht und schimpft nach hinten zu Henry:
Nun stoss mich nicht mit deinen Hörnern, pass etwas auf! Ihr könnt es wohl alle nicht erwarten ihr Fresssäcke!
 
 
Der gutmütige Hermann kommt näher.
 
 
Jess wirft einen Blick auf Raylan, der sich im Heu vergnügt.
 
 
Hermann nimmt Kontakt zu Raylan auf. Der hat aber keine Spur von Angst und brabbelt ganz zufrieden mit dem großen Bullen.
 
 
Raylan zeigt immer wieder auf Hermann.
Reiten, reiten!

Jess versteht ihn gleich und hebt ihn hoch.

 
 
Raylan hat immer noch nicht genug und zeigt auf Big John.
Reiten, reiten!

Jess lacht:
Du kriegst wohl nie genug Raylan, na dann los! Halt den Zügel! Und du King, hör auf vor Big John herumzuhüpfen!

 
 
Raylan strahlt über das ganze Gesicht und hält mit wichtiger Miene den Zügel.

Nach diesem arbeitsreichen Nachmittag fallen Raylan am Abend die Augen zu und er schläft sofort ein.

King hat sich zu Raylan ins Bettchen gemogelt.

 
 
Jess guckt liebevoll auf seinen Sohn.
Ich weiß gar nicht was deine Mom hat! Sich so aufzuregen wegen ein paar scheppernden Töpfen. Wir zwei hatten einen schönen Nachmittag draußen. Schlaf gut mein Kleiner!

Jess schließt leise die Tür und geht dann in den Stall um zu sehen ob die Arbeit dort getan ist. Danach gönnen sich Patrick und Jess ein Feierabendbierchen.

 
 
So geht ein Arbeitstag auf der Tumbleweed zu Ende.