<- Kapitel 122
 
Kapitel 123
 
Der Rocky Mountainziegenbock Ghost ist auf der Tumbleweed geblieben. Der Alltag ist wieder eingekehrt. Jess hat schon länger beobachtet, dass der Büffel Tatanka sehr unruhig am Gatter auf- und abläuft. Mit seiner Unruhe steckt er die Bullen an und alle sind sehr unruhig und ständig am Muhen. Jess weiß woran es liegt. Es ist Mai und die Brunftzeit der Büffel beginnt.
 
 
Laura und Jolene stehen am Gatter und beobachten wie Jess zu Tatanka geht. Laura weiß, dass Jess sehr an Tatanka hängt und kann gar nicht glauben was sie sieht. Jess öffnet das Tor.
 
 
Er spricht zu ihm:
Happy Trail Tatanka und viel Glück bei der Suche nach einer schicken Büffelkuh!

Tatanka dreht sich noch einmal um als wollte er sich verabschieden. Ghost, der Rocky Mountain Ziegenbock steht auch dabei.

 
 
Jess grinst:
Ich hoffe, du haust jetzt nicht auch noch ab, du bist erst im November, Dezember dran.

Jolene wundert sich.
Womit ist Ghost dran und warum lässt du Tatanka frei Dad?

Laura grinst und denkt, dass soll mein Darling selbst erklären.

Jess räuspert sich.
Ja, weißt du, das ist der Ruf der Wildnis. Es ist Brunftzeit der Büffel und Tatanka sucht sich jetzt eine Frau. Er ist ein wildes Tier und weil ich ihn gern habe kann ich es ihm nicht verwehren. Vielleicht kommt er ja irgendwann wieder.

Tatanka zieht seines Weges in Richtung Berge.

 
 
Jolene überlegt.
Dann sind Büffel und Schneeziegen nur manchmal bei ihren Frauen. Bei Männern ist das dann wohl anders. Du bist doch immer da und mit Mom zusammen.

Laura grinst und Jess wird das Thema langsam zu heikel.
Lass dir das von deiner Mom erklären. Ich habe noch zu tun, muss noch zu Hendersons Ranch wegen seinem Zugpferd mit dem er Schwierigkeiten hat.

Jess überlegt welches Pferd er für den Ritt zur Nachbarranch nimmt. Eigentlich wollte er das Painthorse Twinkle nehmen, aber der Hengst galoppiert auf der Weide davon.

 
 
 
Er denkt nicht daran sich einfangen zu lassen und Jess hat keine Lust hinterherzulaufen.
 
 
Er entscheidet sich für den schnellen Vollblutmix und kommt am späten Nachmittag mit einer Überraschung am Lasso zurück.
 
 
Frank und Laura staunen. Frank ist ungehalten.
Jess du hast doch nicht mehr alle Latten am Zaun, noch so ein nutzloses Vieh! Hast du noch nicht genug Bullen? Jetzt ist der Büffel weg, da schleppst du gleich was Neues an.
 
 
Jess winkt ab.
Reg dich ab Dad! Mach lieber das Tor auf!

Laura hält das Pferd und Frank öffnet das Tor.

 
 
Dad, das ist Siegfried! Henderson wollte ihn schlachten. Seine Hands haben ihn immer Tiny Siegfried genannt, er wächst einfach nicht mehr. Aber er ist so ein netter Bulle. Das konnte ich einfach nicht zulassen. Henderson hat die letzte Zeit wohl Pech mit seinen neuen Bullen.

Frank muss grinsen.
Siegfried, was für ein schöner deutscher Name - Wagner.

Jess schaltet.
Ja Dad und den nächsten Bullen kannst du Tristan nennen.

Frank lacht.
Du Kulturbanause! Ich dachte ich hätte dir etwas Kultur beibringen können.

Jess:
No way, let there be Country, klassische Musik ist nichts für mich.
So ihr Kerle, stellt euch hier nicht als Mauer hin, der Kleine bekommt es ja mit der Angst zu tun.

 
 
Die Bullen gucken sich den Neuzugang an.

Jess wettert:
Lasst das, sonst gibt es was auf die Nase von mir! Na komm schon Siegfried, die sind nicht so schlimm wie sie tun, alles nur Angabe!

Jess führt den kleinen Siegfried auf die Weide.

 
 
 
Er guckt auch unter den Bullen.
Deine Ausstattung ist ja nicht schlecht. Keine Ahnung ob er kann! Henderson hat es nicht ausprobiert. Er hatte wohl Angst, dass sich die Kleinwüchsigkeit vererbt. Mach dir nichts draus Siegfried, das heißt nichts, ich bin auch kein Riese.

Laura kann nicht mehr vor Lachen.
Aber ein ganzer Kerl und ich weiß es. Bullrider in den Top Ten ist auch kein Job für Weicheier. Aber willst du dem Kleinen jetzt noch ein Gute Nacht Lied singen?

Jess krault immer noch gedankenverloren das lockige Fell von Siegfried.
Was hast du gesagt?

 
 
Frank hält sich den Bauch vor Lachen und Laura meint:
Ich, ach nichts, vergiss es!

Hermann kommt an und schließt gleich Freundschaft mit Siegfried. Es ist als wüssten sie, dass sie der gleichen Rasse angehören.

 
 
Siegfried lässt es sich gut gehen auf der Weide der Tumbleweedbullen.
 
 
 
Sein lockiges Fell glänzt an der Sonne.
 
 
Jess und Laura sind zufrieden mit Siegfried. Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung nimmt Jess Siegfried ans Lasso.
 
 
Laura steht mit dem kleinen Raylan am Gatter und sieht zu.

Hermann kommt und leckt Lauras Hand.

 
 
Raylan sieht den neuen Bullen und streckt begeistert seine Ärmchen aus.
Reiten, reiten Dad!

Jess muss lachen und lässt sich breitschlagen. Er hat schon allein ausprobiert, dass sich Siegfried das Reiten gefallen lässt. Er ist so lieb und unproblematisch wie Hendersons Cowboys ihm erzählt haben.

 
 
Laura sieht zufrieden zu wie ihre beiden Cowboys ihre Runden auf Siegfried drehen.
 
 
 
Am Abend ist der Kleine ganz geschafft vom Tag und schläft zufrieden in seinem Bettchen.