<- Kapitel 127
 
Kapitel 128
 
Der normale Ranchalltag ist auf der Tumbleweed eingekehrt. Opa Frank möchte in Laramie einige Dinge erledigen und holt sich sein Muli von der Weide.
 
 
 
Miss Sheba hat einen hübschen Kopf und guckt Frank erwartungsvoll entgegen.
 
 
 
Frank macht ihr das Bosal um und erinnert sich daran, dass Jess Miss Sheba aus seiner früheren Mulizucht aus dem Schlachthaus in Denver freigekauft hat. Jess hatte sie dort gleich wiedererkannt. Er hatte nur seinem Vater zuliebe gehandelt. Jess hat nicht so viel über für Mulis. Er hat Frank und seiner Mulizucht die Schuld gegeben, dass die Ranch finanziell so vor die Wand gefahren ist. Ohne seine Bullrideraktivitäten wäre die Ranch Eigentum der Bank geworden. Frank hat es Jess hoch angerechnet, dass er Miss Sheba trotzdem mitgebracht hat. Er weiß, dass sein Sohn Recht hat und er eher auf die Zucht von Kaltblütern und guten Reitpferden hätte umsteigen müssen. Mulis für die Feldarbeit will niemand mehr haben. Die Zeiten sind vorbei.
 
 
Frank spricht liebevoll mit Miss Sheba. Sie ist ein wichtiges Stück Erinnerung an vergangene glückliche Tage als seine Frau Margaret noch lebte.

Er sitzt auf und reitet in gemütlichen Tempo nach Laramie.

 
 
Jess ist im Stall und hat sein neues Draftergeschirr geholt. Der kleine Raylan ist bei ihm und will das Kummet hochstemmen.
 
 
Der Kleine läuft rot an vor Anstrengung:
Dad helfen!
 
 
Jess hat das Kopfstück in der Hand und schon die Stute Sugar Cookie, die er liebevoll Sugar nennt, bereit gestellt um das Tack aufzulegen.

Er sieht zu spät was der Kleine treibt.
Oh Gott, Raylan, nein, das ist doch viel zu schwer. Das Teil erschlägt dich ja.

Bevor Jess reagieren kann ist schon alles passiert und Raylan liegt auf dem Boden.

 
 
Der Hund Teddy und Sugar gucken beide etwas irritiert. Raylan weint aber nicht sondern rappelt sich gleich wieder hoch. Jess grinst:
Mensch Raylan, eh du das Teil heben kannst, musst du aber noch sehr wachsen und viel essen.

Der Kleine ist hart im Nehmen, heult nicht sondern guckt zu wie sein Vater Sugar anschirrt.

 
 
 
 
 
 
Jess lobt Raylan.
Du wolltest ja nur deinem Dad helfen. Es ist auch nicht schlimm wenn man hinfällt. Schlimm ist es nur wenn man nicht wieder aufsteht. Du wirst mal ein guter Rancher, bist ganz schön hart im Nehmen. Gut, dass nicht mehr passiert ist, sonst macht mich deine Mom zur Sau!
Sugar ist eine ganz liebe geduldige Stute. Du darfst jetzt aufsitzen. Halt dich fest!

Jess hebt seinen Sohn hoch und Raylan strahlt mit Dads Hut auf dem Kopf.

 
 
Jess ist stolz auf seinen Kleinen, der keine Angst vor großen Pferden hat.

Nach einer kleinen Runde im Schritt auf Sugar holt Laura den Kleinen ins Haus und Jess fährt nach Laramie wo er einiges zu regeln hat. Zu seiner Überraschung trifft er seinen Vater nicht in Johns Laden und auch nicht im Saloon. Er findet ihn in Harrys Mietstall. Dort verarzten sie Miss Sheba, die unglücklich über ein Präriehundloch gestolpert ist. Frank hat dabei auch einen Überschlag gemacht und reibt sich die Seite.

Jess meint dazu:
Mensch Dad, was machst du für Sachen! Gut, dass dir nicht mehr passiert ist! Ich habe noch eine gute Salbe aus Bullriderzeiten. Das wird alles wieder und Miss Sheba bleibt bei Harry bis sie wieder richtig laufen kann.

Der Mietstallbesitzer nickt zustimmend.
Die müsst ihr hierlassen. Das ist zu weit raus zu euch mit dem Bein. Ich kümmere mich schon um sie.

Jess grinst:
Ich muss mich wohl um meinen alten Herrn kümmern. Los Dad, fahren wir nach Hause! Gut, dass ich das Cart genommen habe! Hättest du nicht besser auf Präriehundlöcher achten können? Mir hast du das immer von Kindesbeinen an gepredigt. Wirst wohl vergesslich Dad!

Frank rollt nur mit den Augen und sagt lieber nichts mehr zu dem Missgeschick und so fahren die Herren der Tumbleweed wieder zurück zur Ranch.

 
 
King ist mitgelaufen. Aber fällt immer mehr zurück.
 
 
Jess hat Mitleid mit dem jungen Rüden und ruft nur:
Hopp hoch mit dir!

So kann King die noch lange Rückfahrt auf dem Cart antreten.

 
 
Zuhause wundern sich alle warum Jess seinen Dad auf dem Cart hat. Jess grinst:
So ist es wenn man Mulis reitet, man reitet weg mit einem Muli und kommt mit dem Cart wieder! Auf die Viecher kann man sich eben nicht verlassen.

Am Abend klagt Frank über Schmerzen. Jess meint:
Runter mit den Klamotten in deinem Schlafzimmer! Es ist mir ein Vergnügen dich mit meiner Bullridersalbe einzureiben.

Durch die dünnen Wände hört Laura Frank stöhnen und schimpfen.
Das Zeug stinkt ja wie die Hölle. Au, nicht so fest, pass doch auf! Behandelst du Laura auch so?

Laura hört das laute Lachen von Jess.
Dad, was stinkt hilft auch. Vielleicht ist das ja vom Stinktier und von Klapperschlangen, keine Ahnung was Indianer da für eine Rezeptur haben, aber ich schwör dir, morgen fühlst du dich besser. Gute Nacht und jetzt geh ich zu Laura und bin auch ganz lieb zu ihr.

Opa Frank grollt nur:
Hau bloß ab und macht was ihr wollt.

Jess erwidert:
Genau das machen wir auch. So Gott will, dass die Kids schlafen!

Laura wartet schon auf ihren Mann. So geht ein turbulenter Tag zu Ende.