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Kapitel 152
 
Der Valentinstag ist gekommen und wird in den USA seit 1840 als Tag der Liebenden gefeiert. Es ist Brauch seinem Schatz schön verzierte Karten und Briefe zu schreiben. Der Brauch ist keine Erfindung der Floristen wie viele denken sondern geht zurück auf den heiligen Valentin von Ternia der im römischen Reich Paare christlich traute, auch Soldaten was in einer Zeit in der die Christenverfolgung besonders stark war, bestraft wurde. Der heilig gesprochene Valentin wurde am 14. Februar 269 hingerichtet. Er soll einen großen Garten unterhalten haben aus dem er Paaren Blumen schenkte. Gefeiert wurde der Valentinstag seit dem Mittelalter in Belgien, Frankreich und England. Von England aus wurde der Brauch in die USA gebracht und von den Soldaten im zweiten Weltkrieg wiederum nach Deutschland.

Jess hält es als Mann der Tat weniger mit dem Karten und Briefe schreiben sondern schenkt seiner Lady lieber Blumen und so kommt der alte Noddy zu der Ehre den Liebesboten zu machen.

 
 
Jess ist mit seiner Wagenladung zufrieden und ruft seine Lady herbei.

Laura ist erstaunt was sie um diese Zeit in der Scheune gucken soll.

 
 
Beide streicheln etwas verlegen den alten Noddy der sich seiner Wichtigkeit bewusst ist bis Jess meint:
Be my Valentine, aufs Schreiben habe ich verzichtet, hier ist mein Frühlingsgruß!

Laura ist hin- und weg von der Tatsache, dass ihr Mann überhaupt an diesen Tag gedacht hat und umarmt ihn liebevoll.
- Die Blumen sind so wunderschön, ich liebe dich Darling!

 
 
Die traute Zweisamkeit dauert nicht lange, da taucht Grandpa Frank mit Raylan auf. Jess denkt bei sich:
Klar, immer mein Alter zum falschen Zeitpunkt!
und sagt dann:
Ich habe noch etwas mitgebracht. Für das Einfahren eines Zugpferdegespanns habe ich Geflügel bekommen, Eine Gans, zwei Enten, zwei Hühner und einen Hahn! Der Typ hat keine Dollars gehabt, aber Geflügelfleisch ist auch mal eine Abwechslung.
 
 
Raylan hat seinen Truthahn Eddy im Schlepptau und guckt sich das Geflügel neugierig an.
 
 
Laura meint:
Das ist doch eine gute Idee, dann haben wir unsere eigenen Eier wenn wir die Hühner behalten.

Raylan sagt sofort:
Die sind so schön, die können wir nicht aufessen. Dad, du musst einen Stall bauen.

Jess kratzt sich verlegen am Kopf:
Herrgott, ich hatte eher an Braten gedacht und nicht an Stallbau. Wie war das noch gleich? Drei Dinge sollte ein Mann im Leben getan haben, einen Baum gepflanzt, oh Laura, wie viele waren das für deinen Obstgarten?, ein Kind gezeugt, drei reichen, auch abgehakt und ein Haus gebaut. Ein Haus brauche ich nicht, das habe ich bereits, also baue ich wohl doch ein Hühnerhaus. Aber erst wenn es etwas wärmer ist! Da hat mir der Farmer etwas eingebrockt, hätte er doch bloß Dollars gehabt....

Alle müssen über die Überlegungen von Jess lachen, am meisten Laura.
Take it easy Darling!

Am Nachmittag kommen Loretta und Jolene aus der Schule und gucken sich interessiert das Geflügel an.

 
 
Jolene meint gleich fachkundig: Wir haben zwei Hühner und einen Hahn. Die Hühner legen Eier.

Sie guckt unter ein Huhn und hat tatsächlich ein Ei in der Hand.

Raylan staunt.
Und der Hahn?

Jolene erwidert:
Der legt keine Eier, der ist anders.

Grandpa Frank hört sich schmunzelnd das fachkundige Gespräch an.

Ja, meint Jolene, der ist anders. Dad ist auch anders als Mom.

Raylan überlegt:
Ja, der ist viel stärker, aber nie so bunt angezogen.

Jolene meint:
Ja schon, aber er ist anders als Mom und so ist es auch bei Hühnern und Hähnen.

Raylan kann nicht recht glauben was Jolene erzählt, guckt unter ein Huhn und findet kein Ei.

 
 
Dann flüstert er leise zum Huhn:
Und du bist doch ein Hahn, da ist kein Ei.

Grandpa Frank hört sich das Ganze grinsend an und beschließt weitere Aufklärung den Eltern zu überlassen. Sein Sohn würde sicher sagen, shitegal ob du Huhn bist oder Hahn. Wenn du Huhn bist muss du Eier legen können, wenn du Hahn bist musst du Hühner treten können...

Er guckt lieber zu wie die Kinder das Geflügel in der Scheune laufen lassen.

 
 
Der junge Schäferhund King benimmt sich mustergültig und jagt die Tiere nicht.

Dann werden die Tiere wieder in den Käfig gesetzt und die Kinder gehen ins Haus. Die Mädchen müssen ihre Schulaufgaben machen und Raylan sieht Grandpa beim Kochen zu.

 
 
Jess hat sich noch Arbeit mitgebracht, einen jungen Hengst, Eigentum einer neu zugezogenen Lady aus Laramie, die nicht mit ihm fertig wird. Der junge Pinto heißt Cheyenne und Jess macht sich erst einmal mit einer Mohrrübe bei ihm beliebt.
 
 
Cheyenne bewegt sich neugierig auf den ihm fremden Mann der so ruhig mit ihm spricht zu.

Jess lässt Cheyenne frei laufen und beobachtet ihn genau.

 
 
 
Jess beobachtet ihn fachkundig und kann keinerlei Böswilligkeit feststellen. Cheyenne ist einfach nur ein etwas ungestümer Junghengst und die Lady mit ihm überfordert. Er handhabt es immer so, dass er ein ruhiges Reitpferd dazugesellt. Diese Rolle übernimmt Rodante.
 
 
 
Danach geht Jess einen Schritt weiter und sattelt Cheyenne der sich ausgetobt hat.
 
 
 
 
Cheyenne benimmt sich vorbildlich und so steigt Jess auf und reitet langsam los.
 
 
Jess ist begeistert von Cheyenne. Es gibt noch vieles zu verfeinern aber er hat keine echten Schwierigkeiten mit dem jungen Hengst. Inzwischen ist es Raylan zu langweilig im Haus geworden und er bettelt: Bitte, bitte reiten, Dad!

Jess lässt sich breitschlagen und führt Cheyenne mit Raylan auf seinem Rücken.

 
 
Nach einer Runde schickt er Raylan wieder zurück ins Haus.
Sag Mom und Grandpa, dass ich auch komme wenn die Pferde versorgt sind!

Grandpa Frank versorgt die Kinder mit Essen. Die Mädchen sind bereits im Bett und Raylan muss sich auch fügen als Jüngster.

 
 
So Raylan, jetzt ab ins Bett, waschen nicht vergessen, ich komme gleich und lese euch noch eine Gute Nacht Geschichte vor. Aber erst stelle ich eurer Mom und Dad das Essen hin. Es ist Valentinstag und die Beiden sollten etwas Zeit für sich allein als Paar haben.

Jess hört was Grandpa Frank sagt und meint:
Dad, du bist der Beste. Aber das mit der Gute Nacht Geschichte mache ich noch selbst.

Nachdem die Kinder endlich eingeschlafen sind, sitzen Jess und Laura allein im Wohnzimmer und genießen ihre Zweisamkeit was selten genug vorkommt.

 
 
Nachdem die Beiden gut gegessen haben guckt Jess seine Lady liebevoll an.
You are my Valentine Sweetheart. Es ist so ein schöner Abend und weißt du was? Ich bin der reichste Mann in Laramie. Nicht an Dollars aber mit meiner wundervollen Familie!
 
 
Das Paar zieht sich ins Schlafzimmer zurück und Grandpa Frank hört noch die Tür zugehen und wie sich der Schlüssel im Schloss umdreht. Er grinst dazu und denkt sich seinen Teil. Schließlich war er auch einmal jung. Das sind die Momente in denen er seine Frau Margaret sehr vermisst.
 
 
 
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