<- Kapitel 164
 
Kapitel 165
 
Zwischen Laura und Jess läuft es jetzt nach der Aussprache wieder besser. Trotzdem können sie beide das verlorene Kind nicht loslassen. Jess versucht Laura aufzumuntern und lässt Nuage Blanc die Blumen für das Grab übergeben.
 
 
Nimm schnell, sonst frisst er die Blumen am Ende auf!

Laura lacht:
Nuage Blanc benimmt sich besser als du Darling!

Jess grinst:
Das bekomme ich jetzt bis ans Ende meiner Tage vorgehalten. Du hast mich in der Hand Sweetheart.

Wieder gehen die Beiden mit den Blumen zum Grab von Katie und hängen ihren Gedanken nach.

Am nächsten Tag ist Jess schon sehr früh bei den Bullen und denkt nach wie alles in Zukunft laufen soll. Da kommt Abby zu ihm auf die Weide. Ohne die Gegenwart von Jess würde sie nie auf die Bullenweide gehen.

 
 
Guten Morgen Jess! Es ist gut, dass ich dich treffe. Ich muss unbedingt mit dir reden. So geht es mit euch nicht weiter. Laura und du sind meine besten Freunde und ich kann mir nicht länger ansehen, dass ihr euch so quält. Ich weiß mit dem Baby, das Laura erwartet ist alles wieder hoch gekommen was passiert ist. Laura sieht nicht wie eine glückliche Frau aus die ein Baby erwartet und du nicht wie ein glücklicher Vater. Mit Laura ist alles in bester Ordnung wie es sein sollte. Ich wage auch schon zu behaupten, dass dieses Mal ein Baby ist. Du hast Angst, dass es wieder so wird wie beim letzten Mal. Das muss aber nicht sein Jess. Mit Loretta ist alles so normal und gut gelaufen. Seid zuversichtlich, dass es auch jetzt so sein wird! Euer Herz wird aber nur schwer wenn ihr in der Vergangenheit lebt. Eure Kinder und das Erwartete sind die Zukunft. Lass dir das mal durch den Kopf gehen Jess!

Jess nickt dazu, grummelt nur "Hm" und füttert seine Bullen.

 
 
Danach widmet er sich seiner weiteren Arbeit bis Jolene außer Atem zu ihm läuft.
Dad, Dad guck mal mit Angelina stimmt etwas nicht!

Jess lässt alles stehen und liegen und geht zur Weide.

 
 
Die Stute ist klitschnass geschwitzt und läuft aufgeregt umher. Hin und wieder guckt sie zu ihrem Bauch und tritt danach. Jolene ist völlig außer sich:
Dad was ist mit ihr?

Jess weiß als Pferdezüchter gleich Bescheid:
Jolene, ihre schwere Stunde kommt. Das Fohlen hat sich auf den Weg gemacht.

Dad, das geht schon den ganzen Morgen so. Das ist doch nicht richtig. Mach doch was!

Jess guckt besorgt:
Jolene, das ist ein wildes Pferd. Da kann ich nicht einfach nachsehen was mit dem Fohlen los ist. Die Stute würde mich erschlagen. Wir müssen abwarten. Weißt du, das Fohlen bestimmt den Tag aber die Stute die Stunde. Sie möchte keine Zuschauer und kann die Geburt verhalten. Wir machen ihr ein Bett, vielleicht nimmt sie es ja an. Mehr können wir erst nicht für sie tun.

 
 
So Jolene und jetzt gehen wir beide weg und lassen die Stute ganz in Ruhe. Vermutlich ist es ihr erstes Fohlen und sie weiß nicht recht was mit ihr geschieht. Ich hoffe es sehr.

Tief in seinem Inneren hat Jess Angst, dass er sein Gewehr benutzen muss um Stute und Fohlen bei Komplikationen weitere Leiden zu ersparen. Es wäre nicht das erste Mal, dass er sich so entscheiden muss. Er hofft sehr für Jolene, dass es nicht so kommt. Jolene möchte nicht gehen aber Jess zwingt sie mit sanfter Gewalt.
Wir gehen jetzt Abendessen und mit ein bischen Glück ist das Fohlen morgen auf der Welt.

Am Abend im gemeinsamen Ehebett merkt Laura sofort, dass Jess sehr besorgt ist. Gewehr und Patronen hat er schon bereitgelegt und meint:
Hoffentlich liegt Angelinas Fohlen nicht falsch und ihre Schmerzen sind umsonst. Ich werde nach Mitternacht nachsehen. Falls ich das Gewehr benutzen muss sollen es die Kinder nicht unbedingt sehen und ich kann die Stute vorher noch wegschaffen. Ich bin kein Kirchengänger aber lieber Gott, lass es nicht so weit kommen! Es würde Jolene das Herz brechen.

Laura umarmt Jess zärtlich:
Darling, es wird schon gut gehen. Vielleicht ist die Stute wirklich nur unerfahren und es wird doch noch alles gut.

Jess nickt, grummelt "Hoffen wir`s" und ist auch schon nach einem harten Arbeitstag im Land der Träume. Laura und Jess schlafen so tief, dass sie erst am Morgen aufwachen.

Sie wollen gerade frühstücken, da stürmt Jolene ins Zimmer:
Dad komm ganz schnell, das Fohlen!

Jess stürzt schnell seinen Kaffee herunter und läuft mit Jolene zur Weide.

Was sie dort sehen lässt die Herzen von Vater und Tochter höher schlagen. Ein wunderschönes Appaloosa Stutfohlen liegt im Strohbett.

 
 

Es guckt schon neugierig in die Welt.

Angelina läuft heran und Jess lobt sie:
Das hast du gut gemacht Mom, ein feines Stutfohlen hast du zur Welt gebracht.

 
 
Nach einigen Fehlversuchen steht das Fohlen mehr oder weniger fest auf seinen Beinen.
 
 
Jolene nimmt ihren Dad an der Hand.
 
 
Siehst Du, es ist alles gut gegangen. Du hattest doch Recht Dad. Ich bin so froh, ein so schönes Stutfohlen. Dad, du bist so still. Denkst du an Moms Baby? Es geht bestimmt gut du musst nur fest daran glauben.

Jess guckt seine Große an:
Du überrascht mich immer wieder wie genau du mich kennst Jolene. Jetzt geh aber essen! Du hast sicher noch keinen Happen runterbekommen.

Jolene nickt und Jess holt Laura damit sie sich das Fohlen ansehen kann.

 
 
Schau Laura, was für ein hübsches Fohlen! Angelina hat es ganz allein geschafft zur Welt zu bringen. Das sind die Instinkte eines Mustangs. Sollte es ein nächstes Mal geben ist sie erfahrener.

Jess umarmt Laura liebevoll und schiebt seine Hand über ihren Bauch:
Laura, wir dürfen uns von der Vergangenheit, die nicht immer glücklich war, so bestimmen lassen. Das Baby das du erwartest hat ein Recht auf glückliche Eltern, die es mit Freude erwarten, einen Namen aussuchen, sich die Zukunft mit ihm vorstellen und außerdem sind unsere drei wunderbaren Kids da die uns brauchen. Lass uns fest daran glauben, dass alles so gut ausgeht wie mit diesem wunderschönen Fohlen! Du schaffst das Laura, du hast dich für das Baby entschieden und ich bin froh darüber.

Laura sieht Jess mit Tränen in den Augen an:
Glaubst du wirklich? Es ist schon allen aufgefallen, Abby, deinem Vater, meinen Eltern, dass wir keine glücklichen Eltern sind. Manchmal denke ich es soll so sein, dass wir noch ein Baby haben. Deshalb werden wir Katie trotzdem nie vergessen.

Jess nimmt Laura in die Arme:
Das werden wir auch nicht, aber dieses Kind verdient Eltern die es mit Freude erwarten und das werden wir ab jetzt auch tun. Lass uns einen glücklichen Independence Day begehen und einfach etwas Spaß mit den Kids an den Feierlichkeiten haben. Langsam freue ich mich darauf noch einmal ein Baby im Arm halten zu dürfen.

Laura ist glücklich, dass sich alles wieder zum Besseren wendet. So geht es ihr gleich viel besser. Die Stimmungsschwankungen und gelegentliche Übelkeit sind wie weggeblasen. Dafür nimmt sie Neuanschaffungen im Haus in Angriff.
Sie liebt den Southwesternstyle den Jess auch sehr mag und so lässt er Laura gewähren. Sie ruht sich aus und Jess darf Möbel rücken. Zum Schluss ist er so geschafft, dass er beim Probeliegen auf dem Sofa Hut nach Cowboyart ins Gesicht gezogen einschläft.

 
 
Frank werkelt in der Küche.
 
 
Aufstehen du Schlafmütze, es ist noch nicht Abend!

Jess schreckt auf:
Dad musst du mich so erschrecken? Ich bin so geschafft vom Möbel rücken. Kaum sind Frauen schwanger müssen sie die ganze Bude umkrempeln.

Frank lacht:
Das kommt mir von deiner Mutter so bekannt vor. Das nennt man wohl Nestbautrieb. Da musst du jetzt durch Jess.

Jess grinst:
Ja, ich habe keinen Verhandlungsspielraum mehr bei Laura. Aber fest steht, das neue Sofa ist sehr bequem für den Fall, dass sie mich wieder aus dem Schlafzimmer wirft wenn ich Mist baue.

Laura kommt und jetzt ist es an ihr das Sofa auszuprobieren.

 
 
Alle trinken noch gemütlich Kaffee und Raylan spielt mit der Katze:
Und mir wäre doch eine kleine Katze lieber als ein Baby. Die schreien doch nur.
 
 
Jess ermahnt ihn:
Hör mal zu Cowboy, du warst als Baby auch nicht gerade leise. Das gehört eben dazu. Ein Baby kann nicht sagen was ihm fehlt.
 
 
Dann kommt von Laura die Ermahnung:
Ab ins Bett! Morgen ist der große Tag, Independence Day. Da dürft ihr länger wachbleiben, den Umzug sehen und mitmachen und am Abend das Feuerwerk ansehen.

Opa Frank meint:
Das gilt dann auch wohl für mich. Gute Nacht ihr Beiden!

Laura und Jess genießen noch ein wenig ihre Zweisamkeit und gehen dann auch zu Bett.

 
 
Am nächsten Morgen ist der große Tag gekommen - Independence Day!!!

Raylan ist ganz aufgeregt weil er das erste Mal mit seinem Vater an der Parade teilnehmen darf.

Die ganze Familie fährt mit dem Planwagen nach Laramie.

 
 
Jess reitet bei den Vorführungen zum Unabhängigkeitstag Cinderella.
 
 
Laura reitet nicht mehr aber führt stolz den Büffel Tatanka vor.
 
 
Nuage Blanc steht ganz im Zeichen des Independence Days.
 
 
Strongman schwenkt das Stars and Stripes Banner.
 
 
Jess und Raylan nehmen auf Nuage Blanc an der Parade teil.
 
 
 
Laura steht mit Frank bei den Zuschauern:
Das ist mein Mann und mein Sohn. Schau mal Frank, meine beiden Bullrider! Jess sieht so glücklich aus. Das Baby muss unbedingt ein Junge werden.

Die letzte Etappe der Parade reitet Jess den Brahmabullen Jacky allein.

 
 
Zum Schluss nimmt er Loretta zu sich hoch.
 
 
Loretta genießt die Aufmerksamkeit der Leute. Dann reitet Jess noch vor den Saloon und ruft:
Sam, ein Bier bitte, ich reite nicht in den Saloon. Du brauchst keine Angst um den Fussboden haben.

Der Barkeeper beeilt sich den durstigen Bullrider zu bedienen.

 
 
Jess lässt es bei einem Bierchen und geht anschließend mit der ganzen Familie im besten Restaurant der Stadt essen. Nach einem großen Feuerwerk fährt die Familie Harper müde und zufrieden nach Hause.

4th of July, HAPPY INDEPENDENCE DAY!