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Kapitel 168
Die Bilder des Fantasywesens stammen von Varulv.
Lieben Dank an Iv für die Erlaubnis, dass Andrea sie für die Ranchsoap verwenden darf.
 
Nach der Pferderettungsaktion der Kinder von Harriet läuft es wieder ruhiger auf der Tumbleweed. Die Kinder haben ihre Strafe bekommen und Jess hat sich wieder beruhigt, dass ausgerechnet seine Kinder Pferdediebe sind. Harriet fühlt sich wohl auf der Ranch.
 
 
Jess mag sie. Er hat ein Herz für Tiere in Not und kann die Tat der Kinder nachvollziehen aber nicht ohne Standpauke hinnehmen. Im Grunde seines Herzens hasst er es mit den Kindern zu schimpfen.

Er ist stolz auf seine Älteste wenn sie mit Bud spielt.

 
 
Er reitet Heza Gambler, der seine Deckeinsätze hinter sich gebracht hat.
 
 
Dann beobachtet er seinen Vormann Patrick der sich immer noch abmüht Dazzle Dance Benimm unter dem Sattel beizubringen.
 
 
Er ruft Patrick zu:
Dreh ihn um, wenden! Dann muss er überlegen was er tun soll und buckelt weniger.

Patrick ist ein guter Reiter mit einem festen Sitz aber der wilde Bursche verlangt ihm alles ab.

Am kühleren Abend hat Jess noch Spaß am Cutting der Kinder, die auf der Ranch zum Reiten kommen.

Die Ausbildung des Cutters geht gut voran.

 
 
 
So geht der Tag vorüber. Laura ist zufrieden. Ihre Morgenübelkeit ist schon lange verschwunden. Alle sind zuvorkommend zu ihr und nehmen ihr schwere Arbeit ab. Am meisten freut sie sich darüber, dass Jess sie liebevoll behandelt und inzwischen dem zu erwartenden Baby nicht mehr ablehnend gegenüber steht. Sie hat begriffen, dass er auf sich selbst sauer ist, dass die Schwangerschaft passiert ist und nicht sie meint. Er ist besonders liebevoll zu Laura und sie kann es genießen. Diesen Abend ist Jess so müde, dass er sofort einschläft. Laura deckt ihn liebevoll zu. Es dauert nicht lange, da dreht sich Jess im Bett hin und her. Er ruft laut:
Geh weg! Verschwinde! Was willst du von mir?

Laura rüttelt ihn wach:
He Jess, aufwachen, ich glaube du hast einen Albtraum. Wer soll verschwinden? Du meinst doch wohl nicht mich?

Jess setzt sich im Bett auf und wischt sich mit dem Ärmel seines Pyjamas den Schweiß von der Stirn:
Laura, du glaubst nicht was ich gesehen habe! Ich sags lieber nicht sonst schickst du mich ins Irrenhaus nach Cheyenne.

Laura gibt Jess einen Kuss:
Schlaf jetzt lieber und träume was Schönes Darling! Ich glaube du arbeitest zu viel.

Dann löscht sie das Licht der Petroleumlampe. Jess liegt noch einige Zeit wach und wundert sich über seinen Traum. Dann schläft er wieder ein. Es dauert nicht lange, da passiert es wieder. Jess dreht sich im Bett und greift mit einer Hand neben sich. Er greift so fest zu, dass die Knöchel seiner Hand weiß herausstehen. Jess weiß nicht, dass er Lauras Unterarm wie im Schraubstock hat. Laura wacht vom Schmerz der ihr durch den Arm schießt auf:
Jess, spinnst du, lass sofort meinen Arm los!

Sie dreht sich und rüttelt mit dem anderen Arm Jess wach:
Los komm zu dir, was soll das?

Jess hat Mühe in der Gegenwart anzukommen, so intensiv war der Traum. Als er begreift lässt er Laura sofort los:
Honey, das tut mir so leid, das wollte ich nicht. Ich würde dir nie weh tun wollen. Verzeih mir bitte Laura, das war keine Absicht. Ich verstehe mich selbst nicht. Wenn du wüsstest was ich gesehen habe!

Laura hat inzwischen wieder das Licht angemacht. Jetzt kann sie erkennen wie fertig Jess aussieht und meint:
Turbulente Nächte habe ich mir anders vorgestellt. Das gibt einen netten Bluterguss. Du hast einen Griff wie ein Schraubstock, dabei kannst du so zärtlich sein. Nun erzähl was dich so quält Jess!

Jess hat sich aufgesetzt und ein dickes Kissen hinter den Rücken gestopft:
Vielleicht sollte ich heute lieber nicht mehr schlafen. Da kommt nichts Gescheites dabei raus. Du glaubst nicht was ich gesehen habe. Ein Wesen ist auf mich zugekommen, riesig, viel größer als je ein Mensch sein kann. Es geht auf zwei Beinen, hat gespaltene Hufe, eine riesige Lanze in den Klauen und einen Rinder-oder Büffelkopf.

 
 

Es hat einen Ring durch die Nase, ist indianisch angezogen und guckt irgendwie grimmig.

Dieses Ding kommt immer näher. Ich weiß nicht was es von mir will.

Ich liege auf der Weide und habe es nicht mehr nach Hause geschafft vor der Dunkelheit. Ich habe ein Lagerfeuer an und das Gewehr neben mir liegen wie immer. Du weißt, dass ich kein Feigling bin aber das Ding kommt immer näher und ich weiß nicht was es von mir will.

 
 
Da greife ich nach dem Gewehr neben mir um mich zu verteidigen. Den Rest kennst du. Das Gewehr war dein Unterarm. Das tut mir so leid Laura. Ich wollte das wirklich nicht. Das kannst du mir glauben Honey. Mir ist das so peinlich.

Die Nacht ist kühl in den Bergen bei offenem Fenster. Der Sommer neigt sich inzwischen dem Ende entgegen. Laura sieht, dass Jess fröstelt, rückt zu ihm und deckt ihn liebevoll zu:
Schlaf jetzt Darling! Jetzt ist das komische Wesen weg. Du hast es vertrieben.

Die Kinder sind schon am frühen Morgen aufgestanden und die Mädchen genießen die letzten Ferientage draußen. Laura und Jess schlafen etwas länger. Grandpa Frank bleibt es nicht verborgen, dass Jess seltsam unausgeglichen ist und einen müden Eindruck macht. Dann sieht er Lauras Unterarm als sie über den Tisch nach der Marmelade greift. Frank guckt seinen Sohn strafend an:
Habe ich dir beigebracht so mit Frauen umzugehen? Noch dazu wo Laura schwanger ist?

Jess sieht seinen Vater an:
Nein Dad, was denkst du von mir! Laura sag nichts, bitte, das ist mir alles zu blöd.

Grandpa Frank wundert sich und weiß nicht recht was er davon halten soll. Der Albtraum von dieser Gestalt kehrt Nacht für Nacht wieder.

 
 
Jess ist inzwischen schon so durcheinander, dass er im Wohnzimmer schlafen will weil er Laura nicht wieder weh tun will.
 
 
Der Traum verfolgt Jess aber auch ins Wohnzimmer weiter und so kommt er nicht zur Ruhe.

Laura erzählt es Frank. Der meint dazu nur:
Jess arbeitet zu viel und dann ist er zu häufig bei diesen Wilden gewesen. Er soll sich von Abby untersuchen lassen. Die hat sicher etwas zur Beruhigung.

Auf den Vorschlag seines Vaters reagiert Jess noch gereizter:
Lasst mich doch endlich alle in Ruhe und kümmert euch um euren eigenen Kram. Ich brauche keinen Doc sondern nur etwas Schlaf.

Grandpa Frank und besonders Laura machen sich immer größere Sorgen um Jess. Sie finden ihn häufig einfach eingeschlafen auf der Weide vor.

 
 
 
Was hat es mit dem Traum von dieser Gestalt auf sich und kann Jess geholfen werden?