<- Kapitel 211
Kapitel 212
 
Da Jess kein Mensch ist, der schnell aufgibt, versucht er Tatanka an das Geschirr zu gewöhnen und nach einigen Tagen vor das Cart zu spannen. Er kommt im wahrsten Sinne des Wortes ganz schnell auf den Boden der Tatsachen, dass ein Indianerbüffel nicht so einfach einzufahren ist wie ein Pferd. Herausgekommen sind bei Jess zahlreiche Prellungen durch das schnelle Abspringen vom Cart und das Cart hat völlig zerbrochene Räder.
 
 
Tatanka guckt Jess mit einer Miene an, die sagt, ich war das aber nicht!
 
 
Jess lässt sich von Laura mit der Bullrider Salbe einreiben. Laura meint dazu:
"Darling, wie wäre es, wenn du meinem Dad die 50 Dollar gibst und zugibst, dass auch ein Bullrider nicht alles kann. Ich habe keine Lust dich im Hospital von Cheyenne zu besuchen."

Grandpa Frank ist in der Küche beschäftigt und meint dazu:
"Jess, ich habe die Räder gesehen und als ich das Cart geschrottet habe, hast du mich Master of Desaster genannt. Du kannst das genau so gut. Hauptsache, dir ist nicht mehr passiert als die Prellungen. Vielleicht verstehst du jetzt den Spruch von Abraham Lincoln besser - Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich, sie gackert erst wenn das Ei gelegt ist."

 
 
Jess grummelt dazu:
"Das musste ja von dir kommen. Vielleicht habe ich wirklich zu früh gekräht. Aber geht nicht, gibt es nicht bei einem Harper. Jetzt erst recht!"

Laura und Frank denken sich ihren Teil. Wenn der Boss auf stur schaltet kommt niemand dagegen an und Laura weiß, dass ihr Mann sturer sein kann als ein Indianerbüffel. Als die Kinder quengeln, weil sie nicht ins Bett wollen, verspricht Laura ihnen nach dem Abendessen ein paar Bonbons wenn sie dann nach der Gute Nacht Geschichte ohne weitere Proteste schlafen. Da macht es bei Jess Click. Er hat ein gutes Verhältnis zum Bison, der Jess auch schon ins Wohnzimmer gefolgt ist.

 
 
Jess weiß, dass Tatanka liebend gern Heu frisst und Zuckerrübenschnitzel, die es sehr selten gibt.

Er weiß, dass er zu schnell zu viel verlangt hat und geht alles etwas langsamer an. An das Geschirr gewöhnen vom Boden aus, um das Cart herumführen und so kommt er langsam aber sicher mit vielen Zuckerrübenschnitzeln und Heu zum Erfolg.

 
 
Am Abend vor dem Independence Day gibt es noch einmal eine Ladung Heu für den Büffel.
"Blamier mich morgen am großen Tag nicht Tatanka. Wir beide werden es allen zeigen."

Am Abend fragen sich alle ob der Boss etwas sagt zur Parade. Jess meint:
"Alles ist klar, ich werde mit dem Cart am Ende des Zuges fahren damit die Pferde der anderen Teilnehmer nicht nervös werden."

Frank wirft ein:
"Aber die Tumbleweedranch war immer ganz vorn dabei, dieses Jahr nicht? Das kannst du doch nicht machen Jess. Wette hin oder her!"

Jess antwortet zum Erstaunen der Mädchen:
"Alles geregelt, Jolene und Loretta werden den Zug anführen. Jolene wird Virgilia reiten und Loretta Shania, deshalb habe ich sie so häufig diese Stuten reiten lassen. Für Raylan habe ich eine besondere Aufgabe und meine Lady wird Rhett reiten."

Die Mädchen werden ganz aufgeregt:
"Wir ganz vorn, da müssen wir uns anstrengen."

Raylan fragt:
"Dad, was muss ich denn machen?"

Jess nimmt ihn in seine Arme.
"Ich weiß, dass du es kannst."

Der große Tag kommt. Laura reitet Rhett mit Paradesattel.

 
 
Loratta auf Shania und Jolene auf Virgila reiten ganz vorn.
 
 
Jolene hält stolz die USA-Flagge und führt den Zug an.
 
 
Der Zug bewegt sich die Main Street von Laramie einmal herauf und herunter. Die Menschen stehen am Rand und applaudieren und winken.

Ganz am Schluß fährt Jess auf dem Cart. Die kleine Sammy kommt an und kräht:
"Will mit Dad fahren, hoch, bitte, bitte Dad!"

So lässt sich Jess breitschlagen und nimmt seine Jüngste mit auf den Kutschbock.

Lauras Vater Pete fallen die Augen aus dem Kopf:
"Donnerwetter, das hätte ich nie im Leben gedacht. Jess fährt tatsächlich mit dem Büffel."

 
 
Tatanka lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Krach von Menschen kennt er aus den Indianerlagern.

Sammys Krähen hört er gern. Er mag das kleine Mädchen.

 
 
Jess fährt langsam und hochkonzentriert am Ende des Zuges und hält die kleine Sammy fest, die es genießt, dass die Leute winken.

Am Ende versammelt man sich noch einmal auf dem freien Platz. Jess schirrt Tatanka aus und gibt ihm seine Belohnung. Dann führt er ihn noch einmal in Stars and Stripes vor.

 
 
Danach ist Raylan dran, dem Jess den Wunsch erfüllt einen großen Bullen vorzustellen. Die Wahl ist auf Nuage Blanc gefallen. Das ist der Bulle mit dem Raylan immer am besten umgehen kann. Auch der Truthahn Eddy ist dabei.
 
 
Grandpa Frank ist stolz auf seinen Sohn, Laura und die Enkelkinder, die ihre Sache sehr gut gemacht haben. Jess hat in der Zwischenzeit die 50 Dollar von seinem Schwiegervater kassiert, im Saloon eine Runde auf den Gewinn der Wette ausgegeben und geht dann mit seiner Familie ins Restaurant zu einem guten Essen und Independence Day feiern. Frank meint:
"Na Jess, wie ist jetzt deine Bilanz zum Independence Day?"

Jess grinst und gibt Laura einen Kuss:
"Das war der schönste Independence Day, Laura und die Kids haben ihre Sache fantastisch gemacht.
Ich habe meine Wette gewonnen und bin sehr zufrieden mit Tatanka. Nur, hm, bei Harry habe ich 12 Dollar bezahlt für die neuen Räder, die Bullridersalbe 6 Dollar, der Rest ist draufgegangen für die Runde im Saloon und hier im Restaurant. Wie gewonnen so zerronnen würdest du sagen Dad. Egal, etwas Schwund ist immer! Lasst uns heute Abend noch das Feuerwerk genießen!

In dem Sinne
HAPPY 4th OF JULY!