<- Kapitel 217
Kapitel 218
 
Einige Tage später hat Grandpa Frank Buddy das Geschirr auf der Weide angelegt.
 
 
Jess kommt dazu und fragt seinen Dad:
"Was wird das denn? Was hast du mit Buddy vor?"

Frank meint geheimnisvoll:
"Wirst du schon sehen wenn es so weit ist! Immer nur auf der Ranch ist langweilig. Ich war gestern in der Stadt und bin im Saloon bei einem Bierchen und Pokerspiel hängengeblieben."

Jess lacht laut:
"Dad, hat dich Satan persönlich zum Glücksspiel verführt? Wow, dass ich das noch erlebe!"

Frank meint dazu:
"Ja, das ist mich wohl einfach überkommen, kann ja mal passieren und Junge, ich habe Glück gehabt. Der Typ hatte keine Dollars mehr und hat seinen Hitch gesetzt."

Jess erwidert:
" Ist doch gut, können wir immer gebrauchen, dann hol den Wagen mit Buddy ab!"

Frank ist zerknirscht:
"Jess, da ist noch was, du wirst schon sehen wenn ich zurückkomme."

Jess geht einfach und murmelt vor sich hin:
"Wird schon nicht so schlimm sein Dad, so long! Muss noch arbeiten!"

Als Grandpa Frank nach drei Stunden aus Laramie zurückkommt, gehen Jess die Augen über.

Es ist nicht nur der Wagen, nein, es ist die Ladung - drei weiße Ziegen.

 
 
Die Ziegen haben es sich im Hitch, den Grandpa Frank mit Stroh ausgelegt hat, gemütlich gemacht.
 
 
Jess schnappt nach Luft und poltert dann los:
"Dad, hast du nicht mehr alle Nadeln an der Tanne? Was um Himmels willen sollen wir mit gleich drei unnützen Ziegen? Der Hitch ist ja gut, aber die Ziegen hättest du nicht mitbringen müssen. Die sind völlig unnütz. Du weißt was wir mit Rose für Schwierigkeiten hatten. Kann man dich nicht mehr allein nach Laramie lassen ohne dass du Blödsinn machst? Verdammter Bullshit nochmal!"

Grandpa Frank ist verlegen:
"Die Ziegen hat der Farmer auch gesetzt, dann muss ich sie doch mitnehmen Jess. Außerdem sind sie ganz friedlich, nicht so wie Rose."

Jess erinnert sich an Rose, die alle umgerannt hat.

 
 
"Das sagen sie alle, dass Ziegen friedlich sind. Du hast auch geflucht wie ein Droschkenkutscher als Rose dich umgerannt hat Dad. "

Darauf sagt Grandpa Frank lieber nichts mehr und führt Jess den Hitch ohne Ladung vor um ihn zu besänftigen.

 
 
Gegen den Wagen hat Jess nichts einzuwenden. Aber mit den Ziegen hat er ein Problem.

Grandpa Frank hat inzwischen die Tränke mit Wasser gefüllt und die Ziegen fühlen sich auf der Weide ganz wohl.

 
 
Die Eselin Dotty Girl kommt dazu und sieht sich die Ziegen genau an. Jess schimpft mit der Ziege, die ihn am Ärmel anknabbert:
"Lass das, knabber meinen alten Herrn an, der nicht mehr alle Latten am Zaun hat! Ziegen, noch schlimmer kann es ja nicht kommen! Mach damit was du willst Dad, aber lasst mich damit in Ruhe!
Ich gehe jetzt lieber weg, bin schon völlig auf der Spitze der höchsten Hemlocktanne, so ein Blödsinn, noch mehr Ziegen!"

Laura lacht über ihren Mann und tröstet Grandpa Frank:
"Jess ist so süß wenn er wütend ist, der kriegt sich schon wieder ein Frank. Die Kinder mögen die Ziegen auch. Da hat Jess keine Chance, das wird er auch noch merken."

So sorgt Grandpa Frank immer für Überraschungen.

Wird sich der Ranchboss mit den Ziegen arrangieren können?

 
 
 
Tumbleweedranch | November 2017 | top
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