<- Kapitel 265
Kapitel 266
 
Am Morgen nach Shannons Geburtstagsfeier trifft Jess Paddy im Stall und er ruft ihm laut zu:
"Los, rauf zur Nordweide! Der Zaun ist kaputt und muss repariert werden. Der Longhorn stand heute früh im Wasser.
 
 
Ich musste ihn aus dem Schlamm ziehen. Er kam allein nicht mehr raus.
 
 
Los, los! Mein Dad würde sagen, wer saufen kann, der kann auch arbeiten!"

Patrick guckt Jess an wie eine Erscheinung:
"Boss, nicht so laut! Mir platzt der Schädel."

 
 
Jess lacht und denkt sich seinen Teil:
"Na, war wohl etwas viel gestern Paddy!"

Der stöhnt:
"Bier, Whiskey und ganz zum Schluss als schon fast alle weg waren, haben Abbys Eltern noch von dem Wein spendiert, der so schäumt wie Bier, komisches Getränk, aber damit kann man gut feiern."

Jess platzt vor Lachen:
"Sag bloß, du hast dich mit Champagner besoffen?"

Patrick meint kleinlaut:
"Wenn das komische Gesöff so heißt- ja."

Jess guckt Paddy an:
"Du weißt aber schon, dass Champagner teuer ist. Aber es wird Abbys Eltern wohl nicht in den Ruin treiben. Aber jetzt wundert mich nicht, dass du heute die Mutter aller Kopfschmerzen hast. Aber dagegen gibt es ein sehr gutes Mittel."

Während Paddy noch leidend aus der Wäsche guckt, schnappt sich Jess seinen Vormann, der darauf nicht gefasst ist, und stopft ihn mit dem Kopf in die Pferdetränke:
"So und jetzt frisch ans Tagewerk! Ein Vormann geht mit gutem Beispiel voran auch wenn es schwer fällt."

Die anderen Arbeiter auf der Ranch laufen auch etwas leidend durch die Gegend und es werden Unmengen von Kaffee getrunken. Kochen brauchen Frank, Hetty und Laura heute keine großen Mengen. Der Appetit der Ranchhands hält sich in Grenzen. Nur Jess langt kräftig zu und strahlt:
"Um so mehr bleibt für mich. Ich habe ja gestern nur das Rindvieh am Spieß gedreht und ein paar Bier getrunken. Ich habe mich viel zu sehr über den Zwischenfall mit dem Schimmel geärgert und bin dann gar nicht so spät schlafen gegangen. Aber Paddy hat es richtig erwischt mit dem Bier, das wie Wein schäumt. Der liegt jetzt vermutlich im Gras auf der Nordweide und pflegt seinen ausgewachsenen Kater."

Laura kann nicht mehr vor Lachen:
"Paddy hat sich also zu später Stunde als wir schon im Bett waren mit Champagner besoffen, dann ist er heute fertig mit der Welt. Aber ich glaube Abby und Shannon geht es auch nicht besser. Ich hatte auch das unbestimmte Gefühl, dass Abbys Eltern besonders ihr Vater Paddy nicht mögen, zumindest nicht als Mann für ihre Tochter."

Jess meint:
"Das ist nicht unser Bier Honey."

Jess soll nicht ahnen, dass ihn die Beziehung zwischen der Ärztin und dem Vormann noch einiges an Kopfzerbrechen bereiten wird.