<- Kapitel 30
 
Kapitel 31
 
Der Samstag vor dem 4.Juli ist da und alle sitzen beim Frühstück. Jess fällt es vor lauter Arbeit vorher verspätet ein, dass er seiner Frau noch gar nichts gesagt hat von seinen Ausgehplänen.
Honey, mach dich heute nachmittag schick. Wir gehen aus zum Essen und Barn Dance in Laramie.

Laura ist ein bischen überfahren aber freut sich.

Jeremy meint
Bedeutet das, dass ich das Cart nicht bekomme?

Jess
Was ich zusage gilt! Laura und ich werden reiten. Ein Rückritt bei Vollmond ist romantisch, stimmts Honey? Außerdem sind wir zu Pferd schneller als mit dem Cart. Du kannst dir übrigens eins der Gangpferde nehmen Jeremy. Das sieht schicker aus als der Cob. Willst ja sicher etwas Eindruck schinden bei deiner neuen Flamme!

Frank
Jess, fängst du schon wieder an? Du kannst es auch nicht lassen. Ist ja toll, dass ihr mich heute Abend alle allein lassen wollt. Dann kann ich mich ungestört um die Buchhaltung kümmern.

Jess
Dad, ich muss dir noch was sagen. Ich weiß nicht wie ich es sagen soll aber für Gewehr und Munition sind 105 Dollar flöten gegangen.

Frank
Ich habs befürchtet, aber gut dass du damit rausrückst. Ich hätte mir sonst wieder einen Wolf gerechnet wo das Geld abgeblieben ist.

Jess
Glaub mir Dad, diese Winchester ist jeden Cent wert. Der Probeschuss war erstklassig.

Frank
Ich will lieber nicht wissen was du da wieder für ein Ding gedreht hast Junge.

Jess
Nichts großartiges, ich habe nur einem Typen der sein Pferd verprügelt hat die Peitsche aus der Hand geschossen.

Frank schüttelt nur seinen Kopf aber im Grunde seines Herzens findet er das auch o.k. Er wendet wie sein Sohn keine Gewalt gegenüber Tieren an.

Der Tag vergeht wie im Flug. Jess sieht noch, dass Jeremy schick angezogen mit dem Cart davonfährt. Er hat bei seinem Boss um Erlaubnis gefragt, den Perlino ASB nehmen zu dürfen.

 
 
Jess hatte ihn noch gefragt wo es hingehen soll. Jeremy meinte nach Rawlings, worauf Jess meinte, dass da doch der Hund begraben liegt. In dem Kaff ist nichts los.

Jess hat sich inzwischen auch umgezogen und auch das Bolotie nicht vergessen und macht zwei Pferde fertig für sich und Laura. Für sich sattelt er den Walkaloosa mit dem französichen Namen André und für Laura den zuverlässigen Buttercream.

 
 
 
Beide Pferde bekommen Paradetack aufgelegt. Als nicht ganz armer großer Rancher zeigt man was man hat wenn man ausgeht. Jess Vater sieht zu und denkt sich seinen Teil. Manchmal kann sein Sohn ja doch Gentleman sein. Er hat ja auch bei Laura noch einiges gut zu machen. Sie hat schließlich den Ritt zu den Indianern gewagt und nachher die Arbeit mit der Pflege von Jess gehabt. Eine Herde wilder Pferde kann man leichter in Schach halten als seinen Sohn, wenn er nicht mehr im Bett bleiben will.

Laura und Jess reiten zügig davon, stellen die Pferde im Mietstall unter und gehen dann nett essen. Inzwischen ist es Abend und das Tanzfest beginnt. Laura und Jess werden mit großem Hallo begrüsst. Lauras komplette Verwandtschaft ist auch da, John aus dem Laden und viele mehr. Sogar der Doc ist da und sieht mit Genugtuung, dass Jess wieder recht gut drauf ist, was er satt immer ist. Schwiegervater Pete und seine Frau begrüssen Jess und Laura herzlich und freuen sich, dass sie auch gekommen sind. Der Tanz am Samstag vor dem 4.Juli an dem die Paraden zum Independenceday stattfinden ist das gesellschaftliche Ereignis in Laramie. Jess versorgt seine Laura und sich mit Bowle, wobei ihm Bier eigentlich lieber gewesen wäre. Er hat sich aber geschworen einen schönen Abend zu verbringen und es nicht zu übertreiben in Anwesenheit seiner Frau. Die Band spielt und es wird Square Dance getanzt wo Jess und Laura gut mitmischen. Zu vorgerückter Stunde ist der Sänger der Band ein wenig abgefüllt vom Bier und meint zu Jess, ob er nicht mal was zum Besten geben könnte, vielleicht was Nettes aus dem Süden was man hier nicht so kennt. Jess überlegt und meint o.k. machen wir ein bischen Cajun Country.
Hey meine Damen, Damenwahl, aber ich stehe nicht zur Verfügung, muss ja singen, los gehts Jambalaja!

Lauras Vater Pete überlegt und erinnert sich an die Hochzeit. Er meint zu Jess
Bringt doch noch ein nettes Duett oder auch zwei!

Jess
Laura wollen wir? Ja, warum nicht!

Alles ruft begeistert nach einer Zugabe. Jess und Laura entscheiden sich für Darlin Companion.

Darlin' companion, come on and give me understandin'.
And let me be your champion: a hand to hold your pretty hand in.
Darlin' companion, now you know you'll never be abandoned.
Love will always light our landin': I can depend on you.

Oh, a little saucy mare like you should have a steed.
Oh, a little bridlin' down from you is what I need.

Darlin' companion, now you know you'll never be abandoned.
Love will always light our landin': I can depend on you.

Darlin' companion, come on and give me understandin'.
As long as we keep laughin', bear in mind just what could happen.
Darlin' companion, I tell the mountains and the canyons,
Long as I got legs to stand on, I'm gonna stick by you.

Oh, a little saucy mare like you should have a steed.
Oh, a little bridlin' down from you is what I need.

Darlin' companion, I tell the mountains and the canyons,
Long as I got legs to stand on, I'm gonna stick by you.

Schwiegervater Pete amüsiert sich über den Text von der frechen Stute, die runtergezügelt wird und denkt das ist in dieser Ehe wohl eher umgekehrt. Auf jeden Fall sind die Beiden ein tolles Paar.

Auch der schönste Tanzabend geht einmal zu Ende. Alle verabschieden sich und machen sich auf den Heimweg. Der Vollmond scheint und so haben Jess und Laura noch eine leidlich gute Sicht auf dem langen Rückritt. Sie kommen an die Kreuzung wo der Weg nach Rawlings auf ihren trifft. Jess steigt ab und sagt
Guck, da sind die Spuren von unserem Cart. Jeremy ist also schon eher nach Hause gefahren. Komisch, das Cart ist immer noch gleich belastet.

Laura
Sag mal an dir ist aber auch ein indianischer Spurenleser verloren gegangen.

Jess
Ich habe von ihnen viel gelernt. Lass uns nach Hause und den Abend nett ausklingen lassen! und grinst dazu.

Zuhause angekommen meint er
Honey wir könnten ja gleich auf dem Heuboden bleiben. Ich wollte da rauf und die Pferde mit Heu versorgen. Stop, da ist was, ich höre da was, bleib da, ich gucke nach.

Laura ist erschrocken - Einbrecher?

Jess nimmt seinen Colt vorsichtshalber und steigt leise die Leiter zum Heuboden herauf. Was er dort sieht verschlägt ihm die Sprache. Jeremy und Vicky vergnügen sich im Heu und bekommen nichts von Jess`Anwesenheit mit. Er grinst nur dazu und steigt langsam wieder die Leiter runter. Er muss sich unten dermaßen das Lachen verbeißen, dass er einen der Split Reins seines André zwischen seine Zähne nimmt um nicht laut losplatzen zu müssen. Laura versteht gar nichts mehr. Jess stellt die beiden Pferde abgesattelt in den Corral wo die Futterkrippe gefüllt ist und Wasser bereitsteht und sagt dann zu Laura
Honey, wir müssen in unser Schlafzimmer. Heuboden ist besetzt. Du glaubst nicht wer Jeremys Flamme ist, da kommst du nie drauf - Vicky. Das haben die beiden aber gut versteckt. Sag mal bin ich so ein schrecklicher Boss?

Laura muss auch laut loslachen.
Das gibt es doch nicht. Und keiner von uns hat was mitbekommen!

Jess
Jetzt weiß ich auch warum Jeremy nach Rawlings wollte, die wollten uns nicht begegnen.

Am nächsten Morgen beim gemeinsamen Frühstück beobachtet Jess, dass Jeremy und Vicky nicht nebeneinander sitzen und sich auch nicht groß ansehen. Sein Vater sitzt zwischen den Beiden. Nachdem die beiden Hobos gehen und mit der Versorgung der Pferde fortfahren, meint Jess zu Vicky und Jeremy direkt wie er ist
Stop, Vicky und Jeremy, ich habe noch mit euch zu reden. Schluss mit der Geheimniskrämerei! Warum versteckt ihr eure Liebe, bin ich so ein schrecklicher Boss? Ihr seid doch erwachsene Leute und könnt machen was ihr wollt.

Jeremy und Vicky gucken etwas betreten. Sie waren eigentlich der Meinung, dass keiner etwas gemerkt hat.

Jeremy
Wir haben beide Bedenken gehabt, dass du uns feuerst Boss. Nachher denkst du, dass die Arbeit leidet und überhaupt, schon eine komische Situation. Vicky ist schon so lange da und dann hat es plötzlich gefunkt.

Jess lacht
Jeremy, genau wie bei mir! Ich kann es doch als Erster verstehen. Solange wie die Versorgung und die Arbeit mit den Pferden nicht leidet ist mir das doch egal. Laura und ich gönnen euch alles Glück der Welt, stimmts Laura?

Sie nickt bestätigend.

Frank
Was ist hier denn bloß los?

Jess
Ein Problem haben wir aber doch noch. Muss ich jetzt Platzkarten für den Heuboden ausgeben?
und lacht und lacht und kriegt sich gar nicht wieder ein. Laura muss auch laut mitlachen. Vicky und Jeremy werden rot und verlassen ganz schnell den Frühstückstisch.

Frank versteht jetzt gar nichts mehr.