<- Kapitel 37
 
Kapitel 38
 
Am nächsten Tag ist der Wanderarbeiter Patrick mit dem VB-Mix unterwegs nach Laramie, Ausdauertraining und neuen Whisky besorgen.

Kathy sitzt neben Schnitzel, dem es erheblich besser geht.

 
 
Jess probiert aus ob Schnitzel wieder nach einem Möhrchen hochspringt.
 
 
Er muss lachen.
Drei Tage war der Junge krank, jetzt frisst er wieder, Gott sei Dank!

Kathy ist glücklich, dass Jess nicht mehr sauer auf sie ist wegen der Sache mit dem Whisky. Dann guckt Jess nach dem Rechten was die anderen machen.

Jeremy trainiert eine junge Dame aus der Stadt auf einem Warmblüter, natürlich englisch geritten.

 
 
Das ist nicht Jess`Ding, aber dafür hat er ja Jeremy. Danach überlegt er die weitere Zucht von Red Roan Quarterhorses. Er hat dieses schöne Paar im Sinn.
 
 
Er überlegt noch, welches Pferd er sich heute vornehmen soll, da begegnet er Vicky, die mit Rodante arbeitet.
 
 
Stop mal Vicky, du kommst mir gerade allein recht, muss ja nicht jeder mitbekommen.

Vicky hält Rodante an und wird rot, weil sie verlegen ist. Es hört sich nach Ärger mit dem Boss an.

Jess
Vicky, ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht, dass ich Grab A Ruby mit deutlich unvollständiger Pleasureausbildung abgeben musste. Da hatte ich von dir mehr erwartet. Bist du in Gedanken nur noch bei Jeremy und auf dem Heuboden? Verdammt noch mal! Für gutes Geld erwarte ich auch gute Arbeit. Reißt euch mal etwas zusammen! Bei deinem Jeremy klappt es doch auch.
Herrgott, muss Liebe schön sein!!!

Nachdem Jess seinen Frust abgelassen hat muss er grinsen.
Na ja, ist ja auch schön, aber Arbeit ist Arbeit und Whisky ist Whisky,
singt danach Whisky in the jar vor sich hin und ist wieder weg, was Vicky nach dem Anpfiff nur recht ist. Jeremy hat es beobachtet und meint zu Vicky

 
 
sDer Boss meint es nicht so, aber wir müssen uns wohl arbeitsmässig mehr ins Zeug legen.

Jess hat bei Laura Bescheid gesagt, dass er zum Mittagessen nicht zurück sein wird und hat seinen Rhett für einen längeren Ausritt gesattelt.

 
 
Er ist mit Rhett in einem Running Walk unterwegs. Jess überlegt noch, ob er vielleicht zu Vicky zu hart gewesen ist. Aber dann sieht er etwas, das in alle anderen Gedanken hintenan stellen lässt. Wohin das Auge sieht - Schafe!!! Das geht ja gar nicht! Schafzüchter werden von Ranchern und Cowboys gleichermassen verachtet. Jeder Cowboy würde lieber Holz fressen als Schaffleisch. Außerdem war man kein Kerl, wenn man Schafe treibt und keine Rinder. Hüten von solchen Tieren war keine Herausforderung. Das Schlimmste war allerdings nach Ansicht von Ranchern, dass die Schafe Gras bis zur Wurzel abfressen und das Land lange Zeit für Rinder unbrauchbar zurücklässt. Aus diesem Grunde sind die Weidekriege zwischen Rinder- und Schafhirten im Wilden Westen entstanden. Schafe wurden erschossen, vergiftet, in Flüsse getrieben in denen die Schafe ertrinken mussten mit der üppigen Wolle. Die Schafhirten waren zudem auch noch meist unbewaffnet. Später sollte Wyoming zum größten Wollproduzenten in den USA werden und in Texas wurden die meisten Schafe gehütet. Viele Rancher entschlossen sich zur Schafzucht, weil damit zu gewissen Zeiten mehr Geld zu verdienen war.

Der Schafkrieg war der längste und blutigste Weidekrieg im Wilden Westen und schließlich gingen die unbewaffneten Schafzüchter als Sieger hervor.

Jess guckt sich die wolligen Knäuel an. Er ist nicht begeistert, dass sie über das Land der TWR ziehen, aber er hat auch keine Lust mit den Leuten Streit anzufangen.

 
 
Der Schafzüchter hat Frau und Kinder dabei und noch etwas anderes Vieh und natürlich seine Hunde, die Jess interessiert bei ihrer Arbeit beobachtet.
Hallo Mister! Sieh zu, dass du von meinem Land verschwindest mit deinen Wollknäulen! Ich brauch das Gras für meine Pferde. Du bist hier auf TWR Land.

Schafhirte
Das interessiert mich nicht, ich ziehe hier nur durch und meine Schafe haben Hunger und Durst.

Jess
Hör mal zu, ich sags nicht zweimal. Du bist mit mir noch an einen der gemässigten Rancher geraten. Der alte Henderson hat 20 Hands. Der macht dich fertig und mein Schwiegervater hat auch meist um die 10, dann hast du schon 30 gegen dich. Lass es nicht drauf ankommen! Ich gebe dir den Rat deine Knäuel etwas schneller zu treiben. Ich will dir und deiner Familie nichts, aber geh mir aus den Augen und das möglichst schnell!

Jess dreht seinen Rhett um und macht sich nach dieser Ansage auf den Heimweg. Er hält es für etwas übertrieben wie die anderen Rancher und Cowboys gegen Schafhirten eingestellt sind.

Er sieht auch das etwas liberaler nach dem Motto leben und leben lassen.

Zuhause angekommen sieht er Patrick, der seine Mission Whisky holen erfolgreich beendet hat. Die beiden verziehen sich zu Patricks Platz in der Scheune und probieren den Whisky, der sich nach ihrer Meinung als sehr süffig herausstellt.