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Kapitel 63
 
Nach einigen Tagen fällt Jess schon beim Frühstück auf, dass Laura sehr blass ist und keinen Appetit hat. Beim Mittagessen klagt sie über ein Ziehen im Bauch und meint, dass sich das Baby wohl auf den Weg macht. Jess läuft zu Patrick und fragt ihn, ob Abby vorbei kommt und er erfährt, dass diese Woche der alte Doc die Überlandbesuche macht um den Kontakt zur Landbevölkerung nicht zu verlieren und Abby Sprechstunde und Bereitschaft in der Praxis hat.

Also ruft Jess Jeremy zu
Hurry up, mach mir sofort Sato`s Little Dream startklar! Ich muss sofort nach Laramie, los, los! Was weiß ich wo der alte Doc rumschwirrt, das County ist groß.

Jeremy schüttelt nur den Kopf und denkt, jetzt hat es den werdenden Vater, nun wird er hektisch! und beeilt sich Sato für den Ritt zu satteln.

Laura nimmt Jess bei der Hand und sagt
Musst du unbedingt selbst den Ritt machen? Du kennst Sato doch gar nicht. Ich will dich lieber hier an meiner Seite haben. Dann beeil dich wenigstens!

Jess
Eben deshalb will ich lieber selbst reiten. Lyle hat immer gesagt, Sato ist kein Flieger, der auf kurze Strecken schnell ist sondern ein absoluter Steher, der problemlos lange Strecken schnell galoppiert. Ich will ihn aber ganz sicher nicht kaputt reiten, deshalb mach ich das lieber selbst. Ich werde ja sehen wie es läuft, notfalls hat Harry eigentlich immer ein schnelles Pferd im Mietstall zur Verfügung für den Ritt zurück.

Er küsst Laura zum Abschied und reitet im gestreckten Galopp los Richtung Laramie.

 
 
Jess lässt die Zügel lose, bestimmt nur die Richtung, nimmt ein paar Abkürzungen querfeldein und fliegt nur so dahin. Die Klatschen am Ende der Zügel braucht er gar nicht benutzen. Das Temperamentbündel hat Freude am schnellen Galopp. So schafft es Jess die üblichen zwei Stunden auf Eineinviertelstunde zu verkürzen. Er brettert in Laramie die Mainstreet im Galopp herunter bis zu Harrys Mietstall. Sato ist kaum verschwitzt und voller Tatendrang. Jess ruft Harry nur zu
Eben Sato trockenreiben und mach schnell Abbys Joker startklar, unser Baby kommt.

Dann rennt Jess in die Praxis. Abby grinst und denkt sich ihren Teil.
Nun mal langsam, eine Erstgeburt geht nicht so fix.

Dann reiten die beiden zurück zur Ranch. Auf dem Weg dorthin meint Jess zu Abby
Laura und ich sind uns einig. Ich habe eine vielleicht ungewöhnliche Bitte. Ich möchte dabei sein und nicht nur warten müssen.

Abby ist sehr skeptisch. Zu der Zeit ist es nicht üblich, dass Väter bei Geburten anwesend sind.
Bist du sicher, dass du das möchtest Jess?

Jess
Hast du Angst, dass ich umfalle? Ich habe schon genug Fohlengeburten mitgemacht und geschossenes Wild ausgeweidet. Ich bin da hart im Nehmen. Ich behindere dich auch nicht bei deiner Arbeit Abby, versprochen!

Zuhause angekommen ist Laura glücklich, dass Jess und Abby so schnell da sind und ihr zur Seite stehen. Jess hält Lauras Hand und es tut ihr gut, dass er da ist und beruhigend mit ihr spricht. Zwischen den Wehen keucht Laura
Bullshit, so ein Kind mit drei Jahren hat doch seine Vorteile.

Abby grinst und Jess muss lachen.
Laura und was hast du mich deshalb fertiggemacht. Außerdem hat Jolene den Vorteil, dass sie schon stubenrein war.

Abby
Ich weiß noch wie fertig Jess war als er mit Jolene in unsere Praxis kam und ich habe gedacht er hat Jolene so misshandelt. Ich kannte ihn ja damals nicht näher. Heute weiß ich, dass er ein guter Vater ist und so etwas nie tun würde. Es ist schon eine Leistung was ihr aus dem ängstlichen verschreckten Kind gemacht habt.

Jess
Herrgott, mir ist der Schreck in alle Knochen gefahren als Tara gesagt hat Jolene, der fremde Mann ist dein Dad und du wirst mit ihm gehen. Wenn Melva nicht diesen schrecklichen Unfall gehabt hätte, würde ich wohl nie erfahren haben, dass ich eine Tochter habe. Aber jetzt freuen wir uns auf unser gemeinsames Kind Laura.

Nach einer weiteren Stunde bringt Laura ein gesundes Mädchen zur Welt. Abby lässt das Elternpaar diskret einige Zeit allein, geht nach unten und gibt die Geburt des kleinen Mädchens bekannt. Alle sind erleichtert, dass es Mutter und Kind gut geht. Jess küsst Laura und meint sichtlich bewegt
Es ist so schön, wenn aus Liebe Leben wird und das Glück einen Namen bekommt. Ich denke, da es ein Mädchen ist, wir sind uns einig.

Laura nickt dazu glücklich.

Nachdem Mutter und Kind bis zum Morgen einige Stunden Ruhe haben ist es so weit, dass Jess ganz stolz das Baby im Arm hat.

 
 
aura guck mal, sie lächelt mich schon an. Du kennst schon die Stimme von deinem Dad.

Zuerst gibt er die Kleine seinem Vater auf den Arm.

 
 
Dad, nimm mal dein Enkelkind auf den Arm! Jetzt hast du wieder eine kleine Loretta.

Frank kann gar nichts sagen und in seinen Augen schimmert es etwas. Frank genießt es die Kleine auf dem Arm zu haben bis Jess meint
Dad, das kannst du in Zukunft noch häufig machen, jetzt gib sie mir mal wieder!

Jess setzt sich zu Jolene, die vor der Wiege mit ihren Pferden spielt, auf den Boden.
Nimm mal deine Schwester Loretta, kannst du sie allein halten Jolene?

 
 
Nun sind wir eine Familie mit zwei Töchtern. Das ist doch schön Jolene!

Jolene guckt Loretta liebevoll an und meint dann
Eigenlich ist sie ja schön, aber sie könnte mehr Haare haben und Zähne hat sie auch nicht.

Jess und Laura müssen lachen und Laura meint
Keine Angst, das ist schon richtig und kommt noch wenn die Kleine älter wird. Du hast sicher auch mal so ausgesehen als du gerade auf die Welt gekommen bist.

Dann nimmt Jess die Kleine wieder auf den Arm und legt sie in die Wiege.

 
 
Jess hat auch Emily an seiner Seite. Sie soll sich gleich an das neue Familienmitglied gewöhnen.
 
 
Die kleine Loretta ist müde und liegt in ihrer Wiege.
 
 
Das stolze Elternpaar steht daneben und Jess meint
Honey, ich will ja nichts sagen, aber das ist ein Traum in Rosa und Pink, da kriegt man es ja an den Augen. So ein neumodischer Teddybär musste auch sein. Was wäre, wenn es ein Junge geworden wäre? Hättest du den auch so angezogen und diese Wiege gehabt?

Laura lacht
Ich habs geahnt, dass es ein Mädchen wird.

Jess grinst
Ja, ja weibliche Intuition, kann ich als Kerl nicht mitreden. Langsam schwant mir aber, dass mich meine Girls hoffnungslos unterbuttern werden. Dad, verrate mir mal, wie man einen Jungen zustande bringt. Die Machart ist ja nicht schlecht.

Laura
Nein, jetzt muss ich mich erst einmal etwas erholen und dann will ich unbedingt wieder reiten. White Satin wartet!

Einige Tage später ist es so weit. Jess hat White Satin für Laura gesattelt und gibt ihr den Rat es langsam angehen zu lassen.

Laura ist glücklich endlich wieder im Sattel sitzen zu können. Das Fohlen ist an White Satins Seite, während die kleine Loretta bei ihrem Vater auf dem Arm ist.