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Kapitel 81
 
Die alltägliche Arbeit hat die Mannschaft der Tumbleweed wieder fest im Griff. Jess hat ein neues Pferd in Ausbildung zu einem Showpferd für die Blue Moon Ranch. Es ist ein wunderschöner Schimmel mit dem Namen El Blanco - in Spanisch der Weiße. Er soll den spanischen Schritt lernen. Er hat alle guten Anlagen dazu und zeigt sie schon auf der Weide.
 
 
 
sein ausdrucksvoller Kopf
 
 
Nachdem Mary-Ellen eine Einzelreitstunde auf Pepper beendet hat bei der Jolene mit ihrem Dackel Digger zugesehen hat, bittet Jess sie ihm bei der Ausbildung von Blanco behilflich zu sein. Sie soll im Sattel sitzen und er holt eine kleine Peitsche. Mary-Ellen ist ganz entsetzt.
Du schlägst das arme Pferd doch nicht etwa mit der Peitsche Jess!

Der grinst
Was denkst du denn von mir, das ist nur mein verlängerter Arm mit dem ich jeweils das Bein antippe was er heben soll. Ich schlage doch kein Pferd. Ich tippe das linke Bein an, das er heben soll, rechts das gleiche. Wenn er es verstanden hat was er machen soll wird meine Aktion überflüssig. Also los Mary-Ellen!

 
 
El Blanco versteht gleich sehr gut was er machen soll und Jess ist sehr zufrieden mit ihm und Mary-Ellen im Sattel.
 
 
Jess überfordert den jungen Hengst nicht und entlässt ihn nach einer halben Stunde wieder auf die Weide.

Inzwischen kommt Opa Frank und nörgelt herum, dass so gut wie kein Rindfleisch mehr da ist.
Jess, der neue Hund dieser Rottweiler von Patrick frisst uns noch die Haare vom Kopf. Das Bisonfleisch ist zu schade für die Hunde. Wir brauchen dringend eine neue Rinderhälfte.

Der sitzt mit Patrick am Stall und die Beiden gönnen sich ein Feierabendbierchen.

 
 
Am nächsten Tag sattelt Jess Rodante, den er zum Working Cowhorse ausbilden will und reitet zu seinem Nachbarn Matt Henderson, der Rinder in großem Stil züchtet.
 
 
Opa Frank wundert sich warum Jess nicht den Wagen nimmt und denkt
Dieser Schussel, wie will er denn auf dem Pferd eine Rinderhälfte mitkriegen? Der denkt wieder von zwölf bis Mittag.

Am späten Nachmittag guckt Jolene aus dem Fenster und ruft begeistert
Guckt mal Dad kommt wieder und er hat was Tolles mitgebracht!

Opa Frank und Laura gucken aus dem Fenster. Laura ganz entsetzt:
Was will Jess mit einem ganzen Bullen? Selbst schlachten und hier abhängen, das ist doch eine Riesenschweinerei, oh nein, das muss doch nicht sein!!!

Opa Frank schüttelt nur den Kopf während Jess langsam mit dem riesigen Bullen ankommt.

 
 
Mit seinem Cowhorse ist Jess sehr zufrieden. Der junge Hengst hat keine Angst vor dem Bullen und macht seine Aufgabe sehr gut. Jess grinst
Wenn ich den Kerl erstmal in Bewegung habe waren wir gar nicht so langsam unterwegs.
 
 
Opa Frank
Jess, hast du jetzt nicht mehr alle Nadeln an der Tanne? Ich habe Rinderhälfte gesagt und nicht komplettes Vieh. Oder musst du mal wieder Ohren waschen? Das ist doch keine unlösbare Aufgabe Junge.

Jess lacht
Quatsch Rinderhälfte! Die kommt morgen. Einer von Hendersons Cowboys bringt sie mit dem Wagen. Darf ich vorstellen, das hier ist Bulle Nummer Drei für meine Herren-Wohngemeinschaft. Er hat den deutschen Namen Hermann. Matt Henderson war so wütend. Der ist im Sechseck gesprungen wie ein Lakota beim Kriegstanz. Die haben die Herfordherde ins Tal geholt und nun ja - Hermann ist der Herr der leeren Klöten - mehr Schein als sein. Die Cowboys haben schon ihre Messer gewetzt und Matt wollte ihn sofort erschiessen. Alle seine Herfordkühe sind leer geblieben außer den Vieren, die mein Jacky beglückt hat. Die sind alle wohlgerundet guter Hoffnung. Na ja, ich konnte doch nicht einfach zulassen, dass Matt so einen schönen Bullen schlachtet. Henry wird immer magerer und irgendwann wäre Jacky allein. Dann ist es doch besser, es kommt noch einer dazu, stimmts Hermann? Kühe halte ich nicht also fällt sein Fehler hier nicht weiter ins Gewicht.

Opa Frank kapituliert:
Das ist jetzt nicht dein Ernst Jess. Ich glaubs nicht!

Laura ist erleichtert, dass Schlachten auf der Ranch ausfällt. Hermann erfreut sich an den schönen Blumen.

 
 
 
Jess meint
Hermann ist doch so ein netter Bulle. Er mag eben Blümchen lieber als seinen Job bei den Kühen. Vielleicht kann er ja auch Jacky davon überzeugen, dass er das in seinem Alter nicht mehr haben muss. Der Brahma hat mir so viel Ärger mit Matt Henderson gebracht. Aber seinen Job hat er gemacht, alle Kühe tragend.
 
 
Jess guckt sich den Bullen genau an und meint
Mannomann, so große Klöten und du bist so eine taube Nuss. Man solls nicht glauben!

Opa Frank muss lachen.
Das kann dir nicht passieren Jess. Aber wie wäre es zur Abwechslung mal mit männlichem Nachwuchs?

Jess grinst
Na ja, etwas männliche Verstärkung in der Familie wäre nicht schlecht, aber das ist ganz allein Sache von Laura und mir, keine Details! Mädchen sind ja auch nicht schlecht, ich umgebe mich gern mit einer schönen Frau und meinen netten Girls. Wir lassen uns da nicht unter Druck setzen. Da wir gerade von Setzen reden, ich schwing mich mal auf den Bullen.

 
 
Genial da oben, Hermann ist wenigstens im Rückgrat nicht so knochig wie der Brahma und die Longhorns. Und so friedlich! Man soll nicht glauben wie hart so ein Tier sein kann, das nur Gras und Heu frisst.

Opa Frank und Laura schütteln nur ihre Köpfe. Laura meint
Einmal Bullrider - immer Bullrider!

Vor der Zusammenführung mit Henry, dem Longhorn und Jacky, dem Brahma, bekommt Hermann eine Portion Heu für sich zur Beruhigung. Jess guckt nochmal genau unter den Bullen.

 
 
Ne, ne und für so eine taube Nuss hat Matt ein Vermögen bezahlt. So eine Ausstattung und nichts dahinter!

Opa Frank muss lachen.
Du hast ihm doch hoffentlich keinen hohen Preis gezahlt.

Jess grinst
Für wie blöd hälst du mich Dad! Den Schlachtpreis und keinen Cent mehr - obwohl kam auch ganz schön teuer so gut wie Hermann im Futter steht, aber na ja, was tut man nicht alles für die Nachbarschaft? Du hättest Matt sehen sollen, der hat wie irre getobt wegen dem nichtsnutzigen Bullen.

Nachdem Hermann sein Heu gefressen hat führt Jess die anderen Bullen dazu. Die nehmen den Neuen ganz friedlich auf.

 
 
 
 
Jess legt nochmal Heu nach.
 
 
Anschließend schwingt er sich noch einmal auf Hermanns Rücken.
 
 
 
Jess ist sehr zufrieden mit seiner Rettungsaktion und der Dreier-Bullen-WG während Opa Frank es nicht ganz so gut nachvollziehen kann. Er hat es aber schon länger aufgegeben seinen Sohn zu verstehen mit der Anschaffung unnützer Viecher in seinen Augen. Laura findet den Bullen schön und kann ihren Mann verstehen.
 
 
Die Beiden gucken sich tief in die Augen und Laura flüstert Jess ins Ohr
Gut, dass du kein Hermann bist! Unsere Loretta ist doch so ein süßer Schatz.