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Kapitel 95
 
Nachdem Taylor abgereist ist geht alles wieder seinen normalen Gang bis auf die Tatsache, dass Jeremy und Patrick sauer auf ihren Boss sind, weil er Taylor weggeschickt hat. Sie lassen es sich aber nicht übermässig anmerken und nehmen Jess weiter die schwere Arbeit ab. Schließlich ist er ihr Arbeitgeber. Laura ist froh, dass Jess Taylor nach Hause geschickt hat und endlich wieder Ruhe auf der Tumbleweed eingetreten ist. Jeremy und Patrick machen den Beritt so gut sie können. Patrick reitet den VB-Mix.
 
 
Jeremy arbeitet mit einem Warmblüter.
 
 
Nur Jess, der eigentlich froh war, dass Taylor seine Pferde so gut geritten hat, ist nach wie vor noch nicht so gut in Form. Er gibt es ungern zu aber er merkt es selbst, dass er bei körperlich anstrengenden Arbeiten kurzatmig wird. Abby und der Lakota Medizinmann sind mit ihren Mahnungen doch zu ihm durchgedrungen sich weiterhin zu schonen.

Jess kratzt missmutig seinem Champagne die Hufe aus

 
 
Laura lässt die National Showhorse Stute frei laufen.
 
 
 
Nachdem sie die hübsche Stute wieder in den Stall gestellt hat, sieht sie ihren Mann auf der Bank sitzen.
 
 
Jess ist in Gedanken und streichelt seine Emily.

Laura strahlt:
Jess ich war gestern in der Stadt und rate mal was ich habe?

Jess grummelt:
Keine Ahnung, kann ich hellsehen? Hast du meine Dollars für irgendeinen Schwachsinn verpulvert? Wir haben genug Klamotten und Porzellan, typisch Frau!

Laura lacht:
So grantig kennt man dich ja gar nicht Darling. Ich habe zwei Fahrkarten nach Cheyenne und ein verlängertes Wochenende in der netten Pension gebucht in der du letztes Jahr zu den Cheyenne Frontier Days warst.

Jess strahlt und gibt Laura einen dicken Kuss.
Sweetheart, das glaub ich jetzt nicht! Wir fahren zum Rodeo, yipeeh, da kann ich meine Kumpels treffen.

Laura lacht:
Aber nur unter der Bedingung, dass es kein Besäufnis gibt und dein Bullrope zu Hause am Haken hängen bleibt. Nur gucken! Dann siehst du das Rodeo mal aus einer anderen Blickrichtung als Zuschauer.

Jess freut sich.
O.K., Darling, ich habe Hank letzten Herbst gesagt, der letzte Ritt und kein Comeback, dazu stehe ich. Ich werde nie mehr auf einem bockenden Bullen reiten, ich habe genug Verrücktheiten gemacht und du und die Girls brauchen mich noch.

Laura sieht ihren Mann verliebt an und flüstert ihm noch etwas ins Ohr. Jess nimmt sie fest in seine Arme.
Laura, ich würde mir wirklich sehr von dir noch ein Kind wünschen, gern einen kleinen Cowboy, aber wenn es ein Mädchen würde, auch egal. Das sind wir ja schon gewöhnt.

Wenige Tage später machen sich Jess und Laura auf den Weg nach Cheyenne, nicht ohne sich vorher von den Girls zu verabschieden.

Jolene meutert, dass sie nicht mit darf, aber Laura und Jess möchten einige Tage ganz allein verbringen. Jess gibt Jeremy und Patrick Anweisungen was zu tun ist. Patrick meint:
Im Sommer hast du das Angelurlaub genannt Boss. Und das ganz ohne Angel, denk dran, du sollst dich nicht anstrengen.

Dann kriegt er sich vor Lachen nicht wieder ein. Jess hat dafür nur eine wegwerfende Handbewegung über. Er denkt an die traute Zweisamkeit am kleinen See.

 
 
Meine Lady passt schon auf mich auf und ich verlass mich auf euch, dass hier alles rund läuft. Eine kleine Auszeit wird Laura und mir gut tun. Ich freu mich aufs Rodeo und meine Kumpel. Es sind ja noch so einige von früher dabei.

Patrick, Jeremy und Frank haben Verständnis und finden Lauras Idee mit dem Rodeobesuch o.k.

Nur die kleine Jolene meint:
Ich wäre so gern mitgefahren aber vermutlich ist Dad wieder hengstig und das geht mich nichts an.

Jess lacht:
Du hast es erfasst kleine Lady. Euer Grandpa liest euch vor und die Jugendreiter spielen mit euch. Da vergeht die Zeit wie im Flug und wir sind wieder zurück aus Cheyenne. Vielleicht können wir ja etwas Schönes für euch mitbringen!

In Cheyenne angekommen genießen Laura und Jess ihre Zweisamkeit im netten Zimmer der Pension und besuchen das Rodeo. Dort schütteln Jess viele seiner alten Bekannten die Hände. Der Rodeoveranstalter Hank lässt sie umsonst zugucken.
Das ist also die schöne Lady, die den besten Bullrider, den ich je hatte, von der Arbeit ablenkt. Ehrlich gesagt, Jess, ich kann dich verstehen!

Die Veranstaltung geht länger als gedacht. Jess erklärt Laura, dass die Showeinlagen immer länger werden weil die Zuschauer so etwas erwarten. Er hat früher selbst auf Goldy Showeinlagen geritten.

 
 
Jess erinnert sich gern an die Eröffnungs- und Schlußzeremonie der Rodeos zurück, die ihn in viele Städte geführt haben - Cheyenne, Denver, Omaha, Calgary, Houston, Dallas, New Orleans und viele mehr. Seinen Unfall in New Orleans hat er immer mehr verdrängt. Heute sieht er anderen Bullridern zu die ihre Sache gut machen.

Die Bullrider sind als Höhepunkt ganz zum Schluß dran und es ist schon fast dunkel. (Andrea hat Studiobilder gemacht, die Bullen würden sonst im Gras versinken)

Zuerst kommt ein Texas Longhorn mit passender Decke der Texasflagge als Hinweis auf die Bullrider.

 
 
 
Jalapeno ist wild während der Texas Longhorn ganz gelassen da steht.
 
 
Jess erklärt:
Der gehört Cliff, einem verrückten Texaner! Der Bulle ist total gutmütig. Aber jetzt geht es los Laura!
 
 
Ein Bulle mit dem klangvollen Namen Loco Louie
 
 
Roller Coaster zu dem Jess meint:
Den habe ich auch mal unten in Texas geritten. Auf dem fühlst du dich wie ein Drachen im Sturm. Ich hatte Mühe über die 8 Sekunden zu kommen.
 
 
Das ist Jalapeno, der hat seinen Reiter sofort abgeworfen. Siehst du Laura, der Clown lenkt ihn schon ab damit sich der Bullrider in Sicherheit bringen kann. Dieser Youngster muss noch einiges lernen.

Laura hält sich vor Schreck die Hand vor den Mund. Auch wenn sie von einer Cattleranch stammt, Bullriding hält sie doch für extrem gefährlich. Jess ahnt was in seiner Frau vorgeht.
Sweetheart, das ist vorbei und Vergangenheit. Aber ohne dieses schnelle Geld hätten wir nie die Arztkosten für meine Mom zahlen können und die Ranch wäre nicht das was sie heute ist.

Laura ist froh, dass Jess es so sieht. Die Beiden verbringen noch eine schöne ungestörte Nacht in der Pension und machen sich dann auf den Heimweg. Zu Hause werden sie schon von Frank und den Girls erwartet. Die Mädchen freuen sich über die Spielzeugpferde aus Cheyenne.

 
 
Gleich am nächsten Morgen sieht Jess nach seinen eigenen Bullen, die Patrick in seiner Abwesenheit versorgt hat. Auch der Elch Grumble ist wieder da und genießt das frische Heu, das Jess kräftig nachlegt.
 
 
 
 
Tumbleweedranch | Oktober 2013 | top
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