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Kapitel 151
 
Der Winter hat die Rocky Mountains mit ihrem Umland fest im Griff. Jess beobachtet einen Seeadler der verzweifelt auf dem zugefrorenen kleinen See landet und vergeblich nach Fischen Ausschau hält.
 
 
Er denkt für sich:
Der Schnee ist das Leichentuch der Natur. Es wird Zeit, dass das Frühjahr kommt und das Gras wieder wächst.

Der Rocky Mountain Ziegenbock Ghost ist bei Schnee in seinem Element. Das weiße lange Fell schützt ihn vor der Kälte und ist gleichzeitig eine gute Tarnung.

 
 
Dann beobachtet er die Pferde. Der Jährling Reddy weiß nicht recht was er von dem weißen Zeug halten soll.
 
 
Er sieht sich um was seine Kumpel treiben.
 
 
Patricks Dazzle Dance pflügt begeistert durch den Tiefschnee.
 
 
Jess muss über seine Sprünge lachen und seinen robust gehaltenen Mustangs macht der Schnee auch nichts aus.

Sie toben wie die Wilden.

 
 
Cheveyo gefällt der Schnee so gut, dass er sich darin herumrollt vor Übermut.
 
 
Jess schüttelt nur seinen Kopf über so viel Übermut und schlägt sich den Kragen seiner Jacke hoch. Langsam friert er immer mehr bei den Minusgraden. Aber es hilft nichts, die Pferde müssen mit Heu versorgt werden. Er hat auch den roten Schal den er zu Weihnachten bekommen hat um damit er keinen Anschiss von Laura bekommt.

Der Scheckwallach Candy zieht den kleinen Schlitten mit dem großen Ballen Heu in langen Schritten vorwärts.

 
 
Es dauert nicht lange da sieht Jess den Büffel Tatanka wie ein Standbild im Tiefschnee stehen. Er ist bestens ausgerüstet gegen die Kälte.
 
 
Er sieht kurz zu Jess und dann fängt er an seinen riesigen Schädel in den Schnee zu stecken und geht zügig vorwärts.
 
 
So bahnen sich Büffel ihren Weg durch den Schnee und machen so ihre Nahrungsgrundlage, das Gras, wieder verfügbar. Auf diese Art bahnen sich die Büffelherden seit Jahrhunderten ihre alten Wanderwege im Winter.

Ab und zu hält Tatanka inne und frisst.

 
 
Tatanka guckt auf und beobachtet Jess mit dem großen Heuballen auf dem Schlitten.
 
 
Jess fährt mit Candy langsam auf Tatanka und die Pferde zu. Sie erwarten ihn schon gespannt.
 
 
Jess lädt ab und fährt dann schnell wieder nach Hause wo sein Vater Frank in der Küche werkelt.
 
 
Jess wird schon von Laura und den Kindern erwartet und kann sich auf Kaffee und ein warmes Essen freuen.
 
 
Der Winter am Fuß der Rocky Mountains ist lang und hart.
 
 
 
Tumbleweedranch | Februar 2015 | top
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