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Kapitel 79
 
Nach der vielen Arbeit bei der Laura immer tatkräftig zufasst, dem Kauf von Goldy und der Vorführung der geschmückten Bullen, die Jess sehr imponiert hat, überlegt er was er seiner Frau Gutes tun könnte. Als er mal wieder in Laramie zu tun hat, sieht er die Plakate vom nächsten Scheunentanz und reserviert an dem Tag in einem guten Lokal einen Tisch zu zweit. Zuhause meint er
Honey, mach dich schick nächsten Samstag, wir gehen gut essen und zum Barndance. Dad ist sicher so nett und passt auf die Girls auf.

Opa Frank
Jess, du bist sonst auch nicht so förmlich. Sag doch gleich ich bin fest eingeplant. Ich will da ja sowieso nicht hin, das ist was für euch jungen Leute.

So ist alles bestens geregelt. Jess macht für sich selbst Dixie Rebel fertig, seinen Perlino ASB. Er soll noch etwas Routine mit den Geräuschen bekommen, die eine Stadt mit sich bringt. Für Laura hat er den zuverlässigen Walkaloosa André gesattelt.

 
 
Noch als er auf Dixie Rebel sitzt meint er zu Jolene, dass sie auf Grandpa Frank hören soll und tun was er ihr sagt.
 
 
Jess wirft noch einen zufriedenen Blick auf seine Bullen, die zufrieden ihr Heu mampfen.
 
 
Kurz vor Laramie meint Jess zu Laura
 
 
Honey, noch ein Wort, heb den letzten Tanz für mich auf, ich bin derjenige, der dich nach Hause bringt. Du kannst mit jedem Typen, der ein Auge auf dich wirft tanzen, mehr aber auch nicht. Ich sags gleich, für Mary-Ellen ist es der erste Barndance ihres Lebens. Sie wird bald fünfzehn und hat mir schon gesagt, dass sie unbedingt mit mir tanzen möchte, also bitte keinen Stress Sweatheart! Lass uns einfach nur Spaß haben!

In Laramie treffen Jess und Laura gleich auf Mary-Ellen und ihre Eltern. Jess sagt ihnen, dass ihre Tochter eine sehr gute Reiterin ist und er sie gern auf Dixie Rebel zur Parade am 4.Juli dabei haben möchte. Mary-Ellen sitzt stolz auf und zeigt ihren Eltern was sie von Jess gelernt hat und dass sie auch schon sehr gut mit etwas schwierigeren Pferden zurecht kommt.

 
 
Laura und Jess essen gut im Restaurant und haben anschließend viel Spaß beim Scheunentanz. Sie tanzen ausgelassen und trinken von der Bowle bei der sich Jess aber doch zurückhält. Whisky und Bier sind ihm eigentlich lieber. Aber schließlich soll es ja ein schöner Abend und kein Besäufnis werden. Der letzte Tanz wird angesagt und Jess schlurft ziemlich lustlos über die Tanzfläche. Laura grinst
Was ist denn mit dir los? Du warst auch schon flotter.

Jess lächelt gequält
Lass dir mal so oft von Mary-Ellen auf die Füsse treten! Gut, dass sie kein Schwergewicht ist! Aber einmal fängt ja jeder an! Augen zu und durch! Gleich kann ich ja reiten.

Laura lacht
Weißt du noch früher, unsere ersten Tanzfeste? Du warst ein Meister im auf-die-Füsse treten.

Jess
Eins sag ich dir, Bull Riding ist einfacher. Aber nun geht es nach Hause und wir lassen den Abend schön ausklingen. Von meinen Füssen abgesehen, alles andere funktioniert noch.

Jess sieht Laura verliebt wie am ersten Tag an. Es war doch ein schöner Abend und Abwechslung vom Ranchalltag. Unser Paar reitet im Mondlicht nach Hause.

Jess überlegt schon Heuboden oder Schlafzimmer, da sieht er schon von weitem Licht am Stall und Jolene, die das Pony Charly führt.

 
 
Jess reibt sich die Augen.
Was ist denn hier los? Jolene wo ist Grandpa? Warum läufst du mit Charly um die Uhrzeit durch die Gegend? Du gehörst ins Bett und nicht in den Stall.

Jolene ist in Tränen aufgelöst und schluchzt
Grandpa ist bei Loretta, sie wollte nicht schlafen. Dann habe ich Charly ganz laut wiehern hören und das klang so gequält. Er hat sich gewälzt und ist dann wieder aufgestanden.
Ich glaube er ist sehr krank und du hast gesagt man soll ein Pferd dann immer führen und es soll sich nicht hinlegen.

Jess
Das hast du gut gemacht, Süße. Wie hast du das Halfter auf Charly bekommen?

Jolene
Ich bin auf die Leiter geklettert.

Jess meint zu Laura
Halt mal Dixie Rebel! Ich muss mir Charly ansehen.

 
 
Er horcht an Charlys Bauch, der kräftig am rumoren ist. Das Pony ist völlig verschwitzt.
Jolene, Charly hat eine Kolik. Was habt ihr ihm zu fressen gegeben? Bullshit, mir schwant da was. Ich hatte einen Eimer mit Rübenschnitzeln und bin nicht mehr dazu gekommen sie einzuweichen. Habt ihr sie so gegeben?

Jolene schüttelt den Kopf.
Ich weiß es nicht. Ich habe nichts gegeben. Aber Charly geht es ganz schlecht. Mach doch was Dad!

Jolene ist so erschöpft vom Pony führen, dass sie schon fast im Stehen einschläft. Jess legt sie in die freie Box und deckt sie mit seiner Jacke zu.

 
 
Zu Laura meint er
Sattle bitte unsere Pferde ab und geh dann ins Bett! Adios schöne Nacht zu zweit, jetzt kann ich mit dem Pony weiter durch die Gegend latschen. Hoffentlich hilft es. Es würde den Kids das Herz brechen, wenn ich Charly erschiessen müsste. Aber er leidet schon so lange, alles Bullshit!

Die Winchester liegt wie ein böses Zeichen auf der Stallwand. Jess schielt zu ihr rüber.
Nein, so schnell gebe ich nicht auf! Weiter Charly, nicht hinlegen, halte durch!

Jess läuft tapfer weiter mit dem Pony trotz schmerzender Füsse. Inzwischen ist es früher Morgen und Patrick kommt mit Emily und seinem Chap.

 
 
Patrick meint zu Jess
Warum hast du mich nicht geholt? Ich hätte dich ablösen können Jess.

Jess
Yippeeh! Endlich! Ich habe mich noch nie so über einen Ponyschiss gefreut wie über diesen.

 
 
Charly du hast dir ja lange Zeit gelassen, aber jetzt hört sich dein Bauch entschieden besser an. Patrick, führ ihn noch eine kleine Runde langsam und dann kannst du ihn in die Box stellen! Ich hau jetzt ab und verkünde die gute Nachricht und dann geh ich endlich Matratze horchen sonst schlaf ich hier im Stehen ein wie ein Gaul. Oh meine Füsse!
Das war ein Abend und eine Nacht!

Am Frühstückstisch sagt Jess noch zu Jolene
Süße, ich bin total stolz auf dich. Du hast alles richtig gemacht mit Charly. Wenn du nicht gleich mit ihm gelaufen wärst hätte es das schon gewesen sein können. Eigentlich wollte ich ja meine Lady umarmen aber jetzt bist du dran Jolene. Du bist mir doch sehr ähnlich, erst die Pferde und dann denkt man erst an sich selbst. Ich bin heilfroh, dass die Winchester wieder in den Waffenschrank kann ohne gebraucht worden zu sein.