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Kapitel 96
 
Nach dem Ausflug zum Rodeo nach Cheyenne ist wieder Alltag auf der Tumbleweed. Jess versucht aufzuholen was er auf Grund seiner Krankheit nicht erledigen konnte. Das Wichtigste ist ihm sein Nachbar Matt Henderson mit seinem widerspenstigen Zugpferd, das sich Jess ansehen sollte. Schon auf dem Hinweg auf Royal Flush sieht Jess unterwegs Skelette von Kälbern.
 
 
In der Ferne sieht er einen sehr großen Puma, denkt sich aber noch nicht so viel dabei.
 
 
So selten sind diese großen Katzen nicht in den Rocky Mountains und Jess ist ein Typ der nach dem Motto handelt leben und leben lassen und nicht gleich auf alles schießt was sich bewegt.

Bei Matt Henderson angekommen sieht Jess nach dem Shire, der einige Druckstellen auf dem Rücken aufweist.

 
 
Jess spricht in ruhigem Ton mit ihm, probiert das Geschirr an und stellt fest, dass es an einigen Stellen drückt. Er gibt seinem Nachbarn den Rat es beim Sattler unterpolstern zu lassen, dem Shire etwas Ruhe zu gönnen und dann wieder das Anspannen zu versuchen. Matt bedankt sich und erzählt Jess noch beim gemeinsamen Mittagessen, dass er in letzter Zeit ständig Verluste an Rindern und Kälbern in seinen Herden hat. Er und seine Hands finden nur große Pumaspuren aber bekommen ihn nie auf frischer Tat zu Gesicht. Jess meint dazu nur, dass Katzen eben schlau sind und tritt dann wieder den Rückweg an. Am nächsten Morgen beim Frühstück merken alle, dass Unruhe bei den Tieren draußen herrscht. Patricks Dazzle Dance rennt aufgescheucht umher und wiehert sich die Seele aus dem Leib.
 
 
Jess glaubt nicht was er sieht.
 
 
Ein riesiger Puma sitzt auf Hermanns Rücken und will einen tödlichen Genickbiss anbringen.

Vickys Ziegenbock kommt noch dazu.

 
 
Jess schnappt sich sein Gewehr, rennt nach draußen und schießt ein paar Mal. Der Puma erschreckt sich und sucht das Weite. Es ging alles so schnell, dass Jess nicht genau genug zielen konnte um den Puma wirklich zu treffen. Er läuft zu Hermann und beruhigt ihn und den Ziegenbock.
 
 
Puh, das war knapp, ist ja alles gut gegangen. Beruhigt euch!
 
 
Alle sind entsetzt und auf der anderen Seite froh, dass der Puma nicht zum Zug gekommen ist. Jess ärgert sich, dass er nicht getroffen hat und meint:
Jetzt ist Schluß mit lustig, ich muss den Puma zur Strecke bringen, wenn er sich jetzt auch noch an unseren Tieren vergreift. Ich werde ihn verfolgen und nicht eher aufgeben bis ich ihn erlegt habe. Das mache ich nicht gern, aber der weiß jetzt, dass Haustiere leichte Beute sind und wird es wieder versuchen.

Frank meint:
Jess, das wird zu anstrengend für dich. Du sollst dich doch noch schonen.

Jess
Dad, du weißt, dass wir jetzt handeln müssen. Patrick kann ich nicht schicken, der ist mit dem Gewehr nicht zielsicher genug und Jeremy kannst du vergessen. Der Puma ist zu schnell, ich habs ja gerade nicht einmal geschafft ihn zu treffen. Ich reite und keine Widerrede!

Laura ist skeptisch.
Du bist stur wie ein Rocky Mountain Ziegenbock. Sag du doch noch mal was Frank! Vielleicht hört dein Sohn auf dich.

Jess grummelt nur:
Laura, du bist meine Frau und nicht meine Mom. Was die Sturheit betrifft, Dad, von wem habe ich das wohl?

Frank muss lachen.
Laura vergiss es, wir können ihm nur Jagdglück wünschen. Ich sehe es ja ein, dem Puma muss das Handwerk gelegt werden.

Jess lässt sich Double Trouble holen, den er noch nicht ausprobieren konnte. Er vertraut darauf, dass er von der Blue Moon Ranch eine gute Ausbildung bekommen hat.

 
 
Jess macht sich auf Double Trouble auf den Weg, der ihn in das Mustangschutzgebiet führt. Auf dem Weg dorthin macht er eine weitere Entdeckung, die ihn völlig sauer werden lässt.
 
 
Jess hält Double Trouble an. Das Ground Tying klappt gut.
 
 
Der Pferdeschädel ist noch nicht sehr alt. Es handelt sich um ein junges Pferd mit noch langen Zähnen. Der Rest des Skeletts ist weg, das Fleisch gefressen, die Knochen von Raubtieren verschleppt. Jess grummelt:
Na warte, wenn ich dich kriege! Laura und ich richten kein Mustangschutzgebiet ein damit du das als Speisekammer betrachtest!

Jess setzt seinen Weg fort bis ins Mustangschutzgebiet. Dort hofft er auf den Puma zu stossen. Eigentlich könnte er den schönen Ritt im Indian Summer genießen, wäre da nicht die Sorge um die Pferde.

 
 
 
In der Ferne heult ein einsamer Wolf.
 
 
Jess weiß aber genau, dass dieser nicht der Übeltäter ist. Er hat den Puma ja auf der Tumbleweed in Aktion gesehen. Also reitet er weiter.

Er bewegt sich leise auf Double Trouble und plötzlich sieht er in der Ferne auf einem Felsvorsprung einen neu eingewanderten sehr spanisch aussehenden Mustang, den er noch nie vorher gesehen hat.

 
 
Er denkt bei sich: Du bist ja ein wunderschöner Schimmel, du wirst mit dem Anführer der Mustangherde aneinander geraten. Aber das ist die Natur! Der Stärkere gewinnt die Herde. Ich könnte versuchen dich einzufangen, aber nein, die Pumajagd geht vor.

Jess reitet weiter und sieht die Mustangs.

 
 
Der steigende Pinto ist der Boss der Herde. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und der Puma taucht aus dem Nichts auf.
 
 
Der Leithengst kann sich erfolgreich wehren. Seine Hufe verfehlen aber den Puma und der sucht das Weite. Der Hengst schaubt ihm wütend hinterher. Jess kann nicht zum Schuss kommen ohne den Leithengst in dem Tumult zu gefährden.

Er beschließt zu übernachten und auf den nächsten Tag und eine neue Chance zu hoffen. Es wird langsam kühl und da tut ein heißer Kaffee gut.

 
 
Jess mummelt sich in seine Decken ein und denkt:
Bloß nicht wieder eine Erkältung einfangen, das fehlte noch wo ich mich gerade wieder einigermaßen fit fühle. Die Aufregung jetzt reicht mir, hatte eigentlich keine Jagd eingeplant, aber hilft ja nichts!

Jess verhält sich leise, packt am Morgen seine Sachen und löscht das Feuer. Er hat darauf geachtet, dass der Wind nicht seine Gegenwart verrät und da passiert es. Der Puma taucht auf. Er sitzt in einem Baum und will sich auf einen Appaloosa Mustang stürzen.

 
 
Jess schnappt sich sein Gewehr, ist aber noch zu weit entfernt um sicher schiessen zu können. Der Puma stürzt sich auf das Pferd.
 
 
Das Pferd schreit in Todesangst. Der Puma will einen Genickbiss anbringen mit dem er seine Beute tötet.
 
 
Jess ist innerlich ganz ruhig, hält das Gewehr sicher, zielt und drückt im geeigneten Moment ab. Der Mustang läuft vom Gewicht des Pumas befreit im Galopp davon. Jess hält Double Trouble fest und geht in Richtung Puma.
 
 
Er lässt Double Trouble los weil er sich auf das Ground Tying verlassen kann.
 
 
Er tritt nochmal vorsichtig gegen den toten Puma um sich zu vergewissern, dass er auch wirklich tot ist.
 
 
Gott sei Dank, der Spuk ist zu Ende! Jetzt haben die Pferde Ruhe vor dir. Du wirst nie wieder eins töten und auch nicht das Vieh der Nachbarn.

Jess hat nicht vor, den Schwanz des Pumas abzuschneiden als Beweis einen getötet zu haben. Die Regierung hat ein Kopfgeld auf jeden toten Puma ausgesetzt. Jess widerstrebt es im tiefsten Inneren Tiere zu töten und Kopfgeld findet er dreckig und denkt nicht dran es zu beanspruchen. Er hat sein Geld immer mit normaler ehrlicher Arbeit verdient. In diesem Fall musste das Töten sein. Nachdenklich aber doch zufrieden tritt er den Heimweg an.

 
 
Die Familie und Ranchcrew ist froh, dass der Boss zu einem sicheren Schuss gekommen ist und der Spuk um das Raubtier zu Ende ist.
 
 
 
Tumbleweedranch | Oktober 2013 | top
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