<- Kapitel 173
 
Kapitel 174
 
Nachdem Halloween vorüber ist gehen alle wieder ihrer täglichen Arbeit nach. Jess hat für seinen Nachbarn Matt Henderson eine Paintstute in Beritt die zum Cutting ausgebildet werden soll. Er macht sie mit einem Ritt um die Tonnen warm.
 
 
Die hübsche Stute hat einen ganz enormen Vorwärtsdrang den sie auch bei dem großen Bullen nicht lassen kann.
 
 
Der große ehemalige Rodeobulle Big John hat keine Lust sich scheuchen zu lassen und senkt den Kopf drohend. Jess gerät in Schweiß die forsche Stute zu bremsen:
Halt, Lady, nicht übertreiben! Der hat heute keine Lust.

Es gelingt Jess die Stute zu drehen:
Genug für heute! Da liegt noch ein großes Stück Arbeit vor uns beiden, aber Mut hast du.

 
 
Jess hat den jungen Mustang, der sich mit dem Leithengst der wilden Herde angelegt hat, eingefangen.
 
 

Der junge Hengst kommt inzwischen schon auf Jess zu und fängt an seine Angst vor Menschen zu verlieren.

 
 
Die Neugier wird immer größer. Hin und wieder füttert Jess ihn aus seiner Hand aber er überfordert ihn nicht.
 
 
Die Painthorse Stute Candy hat Jess ins Herz geschlossen. Sie ist willig unter dem Sattel.
 
 
So beschließt Jess sie auch als Fahrpferd auszubilden. Er legt ihr das Geschirr an und übt mit ihr Fahren vom Boden aus. Sein treuer Freund Teddy ist immer an seiner Seite.
 
 
Die Stute ist willig und lernt sehr schnell. Der kleine Raylan möchte gern seinem Dad helfen und die Einkäufe für das Thanksgiving Fest in Laramie machen. Jess weiß, dass Candy verlässlich ist, gibt seinem Jüngsten Lauras Einkaufszettel und Geld mit nicht ohne die Ermahnung:
Du darfst dir Lakritzstangen kaufen, aber nicht alle auf einmal essen sonst wird dir schlecht und bring deinen Schwestern auch welche mit. Das Geld dafür reicht. Harry lädt die Einkäufe auf und du kommst dann sofort nach Hause, aber fahr nicht so schnell auf dem Rückweg wenn der Wagen voll ist.

Raylan ist stolz, dass sein Vater ihm die Aufgabe zutraut. Er weiß nicht, dass Jess ihm folgt und seinen Sohn in gebührendem Abstand beobachtet.
Dazu hat er Ayasha gesattelt.

 
 
Jess beobachtet schmunzelnd, dass Raylan ohne Umwege in nicht zu großer Geschwindigkeit zum Laden seines Schulfreundes Harry fährt. Jess nutzt die Pause für ein Bierchen im Saloon, guckt Raylan in weitem Abstand zu und sieht mit Freude, dass er Candy auf halbem Nachhauseweg ausruhen und etwas grasen lässt. Da reitet Jess im Galopp nach Hause und sattelt Ayasha ab.
 
 
In der Zwischenzeit ist Raylan auch zu Hause angekommen und hält den Wagen stolz an.
 
 
Jess kommt mit Teddy dazu:
Alles erledigt Cowboy? Hast du gut gemacht. Dann kann ich ja abladen.
 
 
Raylans Truthahn ist auch gleich zur Stelle. Vermutlich hat er die eingekauften Körner für ihn gewittert.
Der kleine Raylan hat schon den ersten Sack in der Hand. Sein Truthahn verschafft sich auf dem Wagen einen besseren Überblick über das Geschehen.
 
 
Raylan ächzt unter dem schweren Sack:
Mom helfen, sie soll ja nicht schwer tragen und Grandpa muss das auch nicht machen.

Jess schmunzelt:
Das lass mich jetzt mal machen Raylan. Dein Eddy scheint Hunger zu haben, geh ihn füttern. Der wird auch dieses Thanksgiving überleben.

Jess schnappt sich einen Teil der Säcke und muss lachen:
Andere braten den Truthahn in der Röhre und wir füttern ihn, was für eine verkehrte Welt! Gut, dass ich einen großen Turkey von Carolines Farm gekauft habe. Der brutzelt im Ofen, leckere Pilzfüllung dazu, Süßkartoffeln und die Welt ist in Ordnung, wäre da nicht der Kirchgang zu dem mich Laura zwingt.

Laura und Grandpa Frank haben alles für das Essen vorbereitet.

 
 
Grandpa Frank und Laura drängen zum Aufbruch und so geht es mit dem Planwagen nach Laramie in die Kirche.
 
 
Jess merkt nicht, dass Teddy dem Gespann folgt. Teddy guckt sich in der Stadt um und dann geht er Richtung Kirche. Dort hört er die ganze Gemeinde singen:
Bringing in the sheaves, bringing in the sheaves,
We shall come rejoicing, bringing in the sheaves;
Bringing in the sheaves, bringing in the sheaves,
We shall come rejoicing, bringing in the sheaves.

Da stürmt Teddy in die Kirche, freut sich Jess zu sehen, setzt sich hin und jault in den höchsten Tönen:
Wuhuu, wuuuhuu, wuuu!

Der Reverend guckt strafend, Laura und Grandpa Frank gucken Jess entsetzt an, der hört auf zu singen, schnappt sich Teddy und geht schnellen Schrittes unter den Blicken der Gemeinde nach draußen zum Gespann. Dort kann er nicht mehr vor Lachen bis die Tränen kommen und meint zu Teddy:
Du hast mich vor der langen Predigt gerettet. Jetzt brauche ich mir das nicht mehr antun. Ach, du singst ja nicht schön, aber laut war es.

Zum Abschied drückt der Reverend jedem die Hand, er geht auch zu Jess und guckt ihn zweifelnd an:
Ich weiß ja nicht, irgendwie muss der Boss der Tumbleweed immer auffallen, deine Stimme könnte ich gut für den Kirchenchor gebrauchen, aber nicht die Stimme deines vierbeinigen Freundes. Das war einfach nur grauenvoll. Trotz allem, Happy Thanksgiving!

Grandpa Frank und auch Laura schweigen auf der Heimfahrt. Dann fangen die Kinder an zu lachen über Teddys Gesang, da können auch Laura und Frank nicht mehr böse sein und alle genießen am Abend das Festessen mit Truthahn. Das Essen zu Thanksgiving unterscheidet sich nicht vom Weihnachtsessen. Thanksgiving hat eine große Tradition in den USA. Man trifft sich mit Verwandten und feiert, nur dass es im Unterschied zu Weihnachten keine Geschenke gibt.

 
 
 
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